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Putin über US-Anschuldigungen zu Wahleinmischung: "Mir ist das gleichgültig"

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Putin über US-Anschuldigungen zu Wahleinmischung: "Mir ist das gleichgültig"

Putin über US-Anschuldigungen zu Wahleinmischung: "Mir ist das gleichgültig"
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AP
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Die Vorwürfe gegen 13 russische Staatsangehörige wegen Beeinflussung der US-Wahl 2016 lassen den Kremlchef Wladimir Putin weitgehend kalt. In einem Interview mit dem US-Nachrichtensender NBC betonte der russische Präsident erneut, dass seine Regierung mit dem Fall nichts zu tun hätte.

US-Sonderermittler Robert Mueller hatte Mitte Februar 13 Verdächtige angeklagt. Laut Anklageschrift sollen sie versucht haben, dem politischen System der USA zu schaden.

Dazu sagt Putin: "Mir ist das gleichgültig. Für mich macht das absolut keinen Unterschied, weil sie nicht die Regierung repräsentieren."

"Es ist Ihnen völlig egal?", fragt die Journalistin. Putin antwortet darauf: "Absolut. Sie vertreten nämlich nicht die Interessen des russischen Staates."

Putin sagte der Agentur Tass zufolge, dass die beschuldigten russischen Staatsbürger zur Verantwortung gezogen werden würden, sollten sie gegen russisches Recht verstoßen haben. "Letztlich müssen Sie verstehen, dass die Menschen in Russland nicht nach amerikanischen, sondern nach russischen Gesetzen leben", erklärte er.

Das NBC-Interview wurde am Anfang des Monats aufgezeichnet, kurz vor der Präsidentschaftswahl in Russland. Putin betonte darin auch, dass Russland weder die Mittel noch den Willen habe, sich in die Wahlen anderer Staaten einzumischen. Ihm zufolge seien es vielmehr die USA, die sich in die inneren Angelegenheiten vieler Länder einschalten.

Die US-Justiz beschreibt einen möglichen Komplott, der die Kampagne des heutigen Präsidenten Donald Trump fördern sollte - seine demokratische Kontrahentin Hillary Clinton hätte man somit aus dem Rennen stoßen wollen. In Russland werden die Vorwürfe zurückgewiesen.