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Europaparlament debattiert Brexit

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"Am 29. März 2019 um Mitternacht wird das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen - und dann wird auch die Zeit gekommen sein, wenn sie diese Entscheidung bedauern werden"

Machen sie es wie Trump, Frau May

Nigel Farage EU-Gegner und EP-Fraktionsvorsitzender EFDD

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wagte diese Prognose zur Eröffnung der Plenardebatte des Europaparlaments am Dienstag zum Brexit - zur großen Erheiterung der EU-Gegner.

Dass es bis dahin jedoch noch viel zu tun und unlösbar Erscheinendes zu lösen gilt, daran erinnerten unter anderem der Chef der Liberalenfraktion und Brexit-Verhandlungsbeauftragter des Parlaments, Guy Verhofstadt, der insbesondere den Ausstieg Großbritanniens aus Binnenmarkt und Zollunion in Hinsicht auf das nordirische Friedensabkommen ein "unlösbares Trilemma" nannte.

Der Kovorsitzende der Grünen, Philippe Lamberts, ergänzte:

"Das hat nichts mit der angeblichen Sturheit der 27 EU-Mitglieder zu tun, sondern mit der Sturheit der Fakten."

Die EU-Gegner sehen sich demgegenüber durch die politische Entwicklung in den USA und auch durch das Wahlergebnis in Italien gestärkt. Der Vorsitzende der Fraktion der Freiheit und der direkten Demokratie, Nigel Farage ermunterte die britische Premierministerin auf Konfrontationskurs zu gehen:

"Bitte, Frau May, machen sie es doch Trump nach und zeigen sie Standfestigkeit gegenüber der Europäischen Kommission mit ihren ungewählten Bullys und gedenken sie der italienischen Wahlen - waren die nicht wunderbar, Leute? Es ist klar, dass das Spiel aus ist und so tun sie dann nicht nur den Briten einen Gefallen, sondern ganz Europa."