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Kurz vor der Wahl: Wladimir Putin besucht die Krim

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Kurz vor der Wahl: Wladimir Putin besucht die Krim

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Wenige Tage vor der russischen Präsidentenwahl hat Wladimir Putin die Krim besucht.

Die offizielle Eingliederung der ukrainischen Halbinsel nach Russland ist an diesem Wahlsonntag, dem 18. März, genau vier Jahre her.

In Russland erwarb sich Putin für diesen Schritt viel Zustimmung. Weltweit haben aber nur wenige Länder die Krim-Angliederung anerkannt.

"Historische Gerechtigkeit"

Mit der damals vorangegangenen Volksabstimmung, so Putin in der Stadt Sewastopol, hätten die Krimbewohner der ganzen Welt gezeigt, was eine wahre Demokratie sei. Sie hätten für ihre Zukunft gestimmt und für die ihrer Kinder.

Putin sprach auch davon, dass die Angliederung der Krim die historische Gerechtigkeit wiederhergestellt habe. Damit bezog er sich darauf, dass die Halbinsel 1954, in der Sowjetunion, der Ukraine zugeschlagen wurde. Davor gehörte sie zu Russland.

Brücke zur Krim bald fertig

Putin besuchte unter anderem auch die Baustelle der "Krim-Brücke", die über die Meerenge von Kertsch führen wird, im äußersten Osten der Krim.

Bisher haben Russland und die Krim keine Landverbindung, weil die Krim an die Ukraine grenzt.

Die Brücke wird nun aber diese Verbindung schaffen – für Autos spätestens Ende des Jahres, für Züge nächstes Jahr.

Vorgezogene Eröffnung?

Bei seinem Besuch ließ Putin die Bemerkung fallen, er fände eine Eröffnung für Autos schon zu den Sommerferien gut.

Der Unternehmer und Milliardär Arkadi Rotenberg, ein Freund Putins, der mit seinem Baukonzern Strojgasmontash die Brücke errichtet, sagte daraufhin, man werde das Beste geben.

Später, so berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, habe Rotenberg gegenüber Journalisten als Eröffnungstermin sogar den 9. Mai genannt - also den Tag, an dem Russland den Sieg über Hitlerdeutschland begeht.