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Judo-Grand-Slam in Jekaterinburg: Spektakulärer Abschlusstag

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Judo-Grand-Slam in Jekaterinburg: Spektakulärer Abschlusstag

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Die japanischen Kämpfer hinterließen am zweiten und letzten Wettkampftag beim Judo-Grand-Slam im russischen Jekaterinburg einen hervorragenden Eindruck - drei Goldmedaillen räumten die japanischen Judoka ab, unter anderem bei den Männern bis 81 Kilogramm. Dort machten zwei Landsleute, Sotaro Fujiwara und Takeshi Sasaki den Sieg unter sich aus. Der erst 19-jährige Fujiwara feierte mit seinem Sieg bereits seinen zweiten Grand-Slam-Erfolg in diesem Jahr. Schon im Februar hatte er in Paris Gold abgeräumt.

Ganz nach dem Geschmack der heimischen Zuschauer in Jekaterinburg war das, was Niyaz Ilyasow in der Gewichtsklasse bis 100 Kilo auf der Tatami ablieferte: Zwei Waza-Ari-Wertung erarbeitete sich der Russe im Finale gegen den Belgier Toma Nikoforow. Zweite und dritte Plätze hatte Ilyasow bei Grand-Slam- und Grand-Prix-Veranstaltungen bereits abgeräumt, seine Goldpremiere sparte er sich für das Turnier in der Heimat auf.

Vor den eigenen Zuschauern zu gewinnen, sei für jeden Sportler einfach das Schönste, so Ilyasow. Darauf arbeitete man jahrelang hin und jetzt habe er es geschafft. Und das sei einer der besten Augenblicke in seinem bisherigen Leben, sagte der Russe.

Bei den Damen bis 70 Kilogramm setzte sich die Brasilianerin Maria Portela durch. Die Weltranglistenzweite traf im Kampf um Gold auf die Russin Taisia Kireewa. Mit einer Haltetechnik legte Portela ihre Gegnerin die geforderten 20 Sekunden lahm und bekam dafür den siegbringenden Ippon zugesprochen. Die Brasilianerin ist so etwas wie eine Russland-Expertin: Mitte Dezember gewann sie das Masters in St. Petersburg, bereits im Mai 2012 holte Portela Gold beim Grand Slam in Moskau.

"Jetzt liebe ich Russland einfach", sagte Portela. "Es ist hier zwar ein bisschen zu kalt für mich, aber dass ich in Russland die Goldmedaillen abräume, gefällt mir sehr!"

Aleksandar Kukolj ist in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm derzeit das Nonplusultra. Der Weltranglistenerste aus Serbien untermauerte seine Stellung in Jekaterinburg mit einem Finalsieg gegen den Weißrussen Javor Jarapayeu. Nach Abu Dhabi und Tokio 2016 gab es also einen dritten Grand-Slam-Sieg für den Serben. Das Finale gewann er natürlich standesgemäß per Ippon.

Larisa Ceric aus Bosnien triumphierte bei den Damen über 78 Kilogramm. Im Finale bezwang sie die Brasilianerin Maria Altheman.

Bei den schweren Jungs über 100 Kilo unterstrich Hyoga Ota sein riesiges Potenzial. Der 20 Jahre alte Japaner setzte sich im Finale von Jekaterinburg mit Henk Grol auseinander. Dem zweimalige Olympia-Bronzemedaillengewinner aus den Niederlanden wurden drei Strafwertungen zum Verhängnis. Ota und damit die Jugend hatte die Nase vorn - im Jugendbereich hat der Japaner eine Menge Edelmetall abgeräumt, der Triumph in Russland ist sein bisher größter Erfolg bei den "Großen".

Für den Wurf des Tages war Laurin Böhler zuständig. Der Österreicher legte in seinem Vorrundenkampf gegen den Franzosen Alexandre Iddir seinen Widersacher mit einem sehenswerten Ura Nage auf die Matte. Das war spektakulär!