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Fall Skripal: Keine Beweise für Porton-Down-Militäranlage

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Fall Skripal: Keine Beweise für Porton-Down-Militäranlage

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Nicht nur die EU hat den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Spion in Großbritannien scharf verurteilt: Die EU-Außenminister erklärten bei ihrem Treffen in Brüssel ihre "uneingeschränkte Solidarität" mit der britischen Regierung. Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg unterstützte diese Linie:

"Die Angriffe in Salisbury waren der erste Einsatz eines Nervengifts auf dem Gebiet der Allianz. Die bisherige Reaktion Russlands hat eine klare Missachtung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit gezeigt. Wir fordern Russland weiterhin auf, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die vollständige Offenlegung des Nowitschok-Programms zu übermitteln", sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

In einem Exklusivinterview mit euronews rückte Russlands Botschafter bei der EU, Wladimir Tschischow, von Äußerungen ab, die auf ein britisches Labor als potenzielle Quelle für das Nervengift hindeuteten.

Damon Embling, euronews:

"Herr Botschafter, Sie haben gesagt, dass das Nervengift, das in Großbritannien verwendet wurde, aus einem britischen Labor stammen könnte. Haben Sie Beweise dafür?"

Wladimir Tschischow, Russlands Botschafter bei der EU:

"Ich sagte in diesem Zusammenhang auch, dass ich keine Beweise dafür habe. Ich habe sie auch jetzt nicht und auch meine Regierung hat keinerlei Anhaltspunkte, dass irgendein Nervengift verwendet wurde."

euronews:

"Warum dann der Vorwurf, dass es aus einem Labor in Großbritannien stammen könnte?"

Wladimir Tschischow, Russlands Botschafter bei der EU:

"Ich erwähnte lediglich die geografische Nähe zur Porton-Down-Militäranlage, rund 12 Kilometer, das ist wesentlich näher als Moskau."