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Sieg für Putin: der Osten gratuliert, der Westen bleibt zurückhaltend

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Sieg für Putin: der Osten gratuliert, der Westen bleibt zurückhaltend

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich eine weitere Amtszeit von sechs Jahren gesichert. Nach Auszählung von 99,8 Prozent der Stimmen erhielt Putin etwa 76 Prozent. Der 65 Jahre alte Staatschef steht damit vor seiner vierten Amtszeit und kann bis 2024 weiter regieren.

Glückwünsche kamen zuerst aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, dann aus dem asisatischen Raum. Der Westen hält sich bisher zurück, was auch an der angespannten Situation nach den Anschlagsvorwürfen Großbritanniens gegen Moskau liegen mag.

Beobachter kritisierten die Wahl als nicht frei - am Tag der Abstimmung soll es mehr als 2700 Verstöße gegen die Wahlordnung gegeben haben, was allerdings nur halb so viel wie bei der Wahl vor sechs Jahren gewesen sei. Laut der Organsisation für Sicherheit und Zusammenarbeit soll die Präsidentenwahl weitgehend korrekt verlaufen sein, trotz Sorgen wegen eines befürchteten Mangels an Konkurrenz.

Alle sieben Gegenkandidaten lagen weit abgeschlagen hinter dem Favoriten Putin zurück, der erfolgreichste Gegenkandidat, der Kommunist Pawel Grudinin, erreichte Platz zwei mit etwa 12 Prozent. Die Oppositionspolitikerin Xenia Sobtschak wurde mit etwa 1,6 Prozent Vierte. Der einzig ernst zu nehmende Gegenkandidat Alexei Nawalny war von der Wahl ausgeschlossen worden.

Die vorläufigen Endergebnisse nach Auszählung von 99.84 Prozent der Stimmen:

1. Vladimir Putin - 76.6 %

2. Pavel Grudinin - 11.8 %

3. Vladimir Schirinovsky - 5.6 %

4. Xenia Sobchak - 1.6 %

5. Grigory Yavlinsky - 1.0 %

6. Boris Titov - 0.7 %

7. Sergei Baburin - 0.6 %

8. Maksim Suraikin - 0.6 %