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Türkei will Militäreinsatz ausweiten

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Die türkische Armee und ihre Verbündeten haben in ihrem Kampf gegen kurdische Milizen zwar die nordsyrische Stadt Afrin erobert, aber noch sei die Arbeit nicht erledigt, betonte der türkische Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdag. Jetzt sollen Sprengfallen entschärft und Waffen sichergestellt werden, sagte er.

Staatspräsident Recep Tayyib Erdogan kündigte eine Ausweitung des militärischen Vorgehens an. Erdogan sagte, die Türkei verfolge nicht die Absicht, die Gebiete zu besetzen, sondern wolle Terroristen aus der Grenzregion vertreiben.

Durch die Einnahme der Innenstadt von Afrin sei der wichtigste Abschnitt der „Operation Olivenzweig“ abgeschlossen worden, betonte Erdogan. Nun sollten die Städte Manbidsch, Kobane, Ras al-Ayn und Qamisli folgen. Man werde fortfahren, bis der unter kurdischer Kontrolle stehende Korridor beseitigt sei, so der türkische Präsident.

Mehrere kurdische Organisationen in der Türkei forderten die Weltgemeinschaft auf, Druck auf die Türkei auszuüben, damit sie deren Armee aus Afrin zurückziehe. Eine humanitäre Tragödie sei zu befürchten, hieß es in einer schriftlichen Erklärung.