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Facebook: "Nur die Spitze des Eisbergs"

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Facebook: "Nur die Spitze des Eisbergs"

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Vertreter der Europäischen Union haben besorgt auf die Entwicklung im Fall Facebook reagiert und Konsequenzen angekündigt, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten. Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Digitales, sagte:

„Einerseits werden wir den Fall weiter beobachten und andererseits deutlich darauf hinweisen, dass der Datenschutz ein unumstößlicher Wert der Union ist. Mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, werden wir den Worten Taten folgen lassen“, so Gabriel.

Vera Jourova, die Justizkommissarin der EU, schrieb, es wäre entsetzlich, wenn sich bestätigen sollte, dass die Daten von Facebook-Nutzern so einfach für politische Zwecke missbrauchten worden sein sollten.

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani kündigte eine Untersuchung an.

Dem Datenschutzbeauftragten der Europäischen Union, Giovanni Buttarelli, zufolge, handele es sich bei den bisherigen Verdächtigungen wohl lediglich um die Spitze des Eisberges.

„Wir haben herausgefunden, dass Nutzer mindestens 52.000 Mustern zugeordnet werden. Es könnte sein, dass mehr über sie bekannt ist, als ihnen lieb ist, und es könnte sein, dass sie in falsche Schubladen gesteckt wurden. In so einem Fall würden Firmen Ihnen Angebote unterbreiten, die nicht zu Ihnen passen, und Sie anders behandeln, als es ihrer Persönlichkeit entspricht", so Buttarelli.

Es bestehe die Gefahr, dass man es hier mit dem größten Skandal des Jahres zu tun habe, ergänzte Buttarelli.

Mittlerweile ist Alexander Nix, der Geschäftsführer der umstrittenen Datenanalysefirma Cambridge Analytica suspendiert worden.