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Dieselskandal: Razzia bei VW und BMW

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Dieselskandal: Razzia bei VW und BMW

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Die Staatsanwaltschaft Braunschweig weitet ihre Ermittlungen gegen den Volkswagen-Konzern aus. Das meldet die WirtschaftsWoche. Bereits Anfang März habe es im Unternehmenssitz in Wolfsburg weitere Durchsuchungen gegeben. Wegen des Verdachts der Marktmanipulation sei ein neues Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet worden, berichtet die WirtschaftsWoche mit Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Offenbar geht es unter anderem um den Verdacht falscher Verbrauchsangaben. Die Staatsanwaltschaft stellte in den VW-Räumlichkeiten Unterlagen sicher, die nun ausgewertet werden. Es werde geprüft, ob Mitarbeiter des Konzerns „grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt haben“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Auch Razzia bei BMW

Auch bei BMW hat die Münchner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die Konzernentrale durchsucht und Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei der Abgas-Reinigung eingeleitet. BMW hatte im Februar mitgeteilt, dass rund 11 000 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet worden seien. "Es besteht der Anfangsverdacht, dass die BMW AG eine prüfstandsbezogene Abschalteinrichtung verwendet", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Rund 100 Polizisten und Staatsanwälte hätten Räume in der Konzernzentrale, im Forschungs- und Innovationszentrum in München und im Dieselmotorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht, sagte ein BMW-Sprecher. Die Razzien stünden "im Zusammenhang mit einer fehlerhaft zugeordneten Software". Das Programm sei für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, aber irrtümlich auch auf zwei 5er und 7er-Modelle aufgespielt worden. Dort funktioniere die Abgasreinigung dann nicht mehr korrekt.