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Brüssel erlaubt Bayer milliardenschwere Monsanto-Übernahme

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Brüssel erlaubt Bayer milliardenschwere Monsanto-Übernahme

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REUTERS/Ina Fassbender
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Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat grünes Licht der EU-Wettbewerbshüter für die geplante Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto von erhalten - allerdings unter strengen Vorgaben. Bayer habe Zusagen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro gemacht, um Auswirkungen auf den Wettbewerb zu verhindern, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die Bedenken der Wettbewerbshüter mit Blick auf negative Folgen für Verbraucher seien damit ausgeräumt.

Nach den Vorgaben aus Brüssel muss Bayer außerdemeinen Teil seines Geschäfts verkaufen. Überschneidungen zwischen Bayer und Monsanto in den Bereichen Saatgut und Pflanzenschutzmittel müssten beseitigt werden, erklärte die EU-Kommission weiter.

Unlängst war bereits bekannt geworden, dass Wettbewerber BASF das Gemüsesaatgut-Geschäft der Leverkusener übernehmen will. Die Sparte hatte zuletzt einen Umsatz von 430 Millionen Euro pro Jahr. Auch diesem Verkauf muss die EU-Kommission aber noch zustimmen.

Bayer will Monsanto für 62,5 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 51 Milliarden Euro, übernehmen und damit damit zum größten Saatgut- und Pflanzenschutzkonzern der Welt aufsteigen.

Kritiker warnten bereits im Vorfeld vor einer zu großen Marktmacht des neuen Agrarriesen. Sie werfen dem umstrittenen US-Unternehmen zudem rüde Geschäftspraktiken vor.

Damit die Übernahme wie geplant vollzogen werden kann, müssen weltweit 30 Behörden ihr Einverständnis geben. Brasilien und China haben dies bereits getan, Die Zustimmung der USA und Indiens steht noch aus.

Bayer macht gut ein Viertel seines Umsatzes in seiner Agrarchemie-Sparte, 2017 kam der Konzern hier auf Erlöse von 9,6 Milliarden Euro, dies vor allem mit Pflanzenschutzmitteln.

Das Geschäft schwächelte zuletzt, die Nachfrage im wichtigen brasilianischen Markt brach ein. Der US-Konzern Monsanto aus Saint Louis im Bundesstaat Missouri kam mit seinen 20 000 Mitarbeitern zuletzt auf einen Jahresumsatz von 14,6 Milliarden Dollar (11,8 Milliarden Euro) - hauptsächlich mit Saatgut.