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Viele Tote bei Anschlag in Kabul

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Viele Tote bei Anschlag in Kabul

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Bei einem Anschlag in Afghanistan sind etwa dreißig Menschen getötet worden.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Hauptstadt Kabul in der Nähe einer Moschee in die Luft gesprengt.

An die Moschee selbst kam er nach Polizeiangaben nicht heran. Sie war nach einem Anschlag vor anderthalb Jahren zum jetzigen Neujahrsfest durch Straßensperren gesichert.

Zu dem Anschlag bekannte sich die IS-Miliz. In der Moschee versammeln sich Moslems der schiitischen Glaubensrichtung des Islam. Für den sunnitischen IS sind sie Ketzer.

Außerdem feiern viele Afghanen gerade das Neujahrsfest Nauros. Islamisten halten das Fest aber für heidnisch.

Der IS verübt in Kabul mittlerweile mehr Attentate als die zahlenmäßig viel stärkeren Taliban.

Die sunnitischen Islamisten haben es dabei vor allem auf Moscheen und Versammlungen der Schiiten abgesehen.

Zuletzt hatte sich vor zwölf Tagen ein Attentäter des IS nahe einer schiitischen Todestagsfeier in die Luft gesprengt und mindestens zehn Menschen ermordet.

Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten sind in Afghanistan traditionell nicht stark ausgeprägt. Sie wachsen aber, seitdem der in Afghanistan erst seit 2015 präsente IS mit seiner Anschlagsserie auf Schiiten begonnen hat.