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EU reagiert auf Trumps befristete Ausnahme von Einfuhrzöllen

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EU reagiert auf Trumps befristete Ausnahme von Einfuhrzöllen

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REUTERS/Francois Lenoir
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Nach der Ankündigung Washingtons, die Europäische Union zumindest bis zum 1.Mai von neuen Einfuhrzöllen für Stahl- und Aluminiumprodukte auszunehmen, haben sich führende EU Politiker vorsichtig optimistisch, aber auch kritisch geäußert.

Meinung

"Wir reden aus Prinzip immer mit einem befreundeten Land, das sich an die Regeln der Welthandelsorganisation hält, und aus Prinzip nie, wenn wir einen Revolver an die Schläfe gesetzt bekommen."

Emmanuel Macron Französischer Staatspräsident

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron erklärte auf seiner abschließenden Pressekonferenz nach dem EU-Frühjahrsgipfel, die er gemeinsam mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt:

"Wir reden aus Prinzip immer mit einem befreundeten Land, das sich an die Regeln der Welthandelsorganisation hält, und aus Prinzip nie, wenn wir einen Revolver an die Schläfe gesetzt bekommen."

Vertreter der europäischen Stahlindustrie hatten sich zuvor erleichtert gezeigt.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußerte in seiner Stellungnahme jedoch Zweifel an der Nützlichkeit des von Trump verkündeten Ausnahmezeitraums:

"Es scheint mir äußerst unwahrscheinlich, dass wir bis zum 1.Mai mit unseren amerikanischen Freunden all das besprechen können, was es zu besprechen gilt.

Deshalb bitten wir um eine dauerhafte Ausnahme."

Zahlreiche EU-Vertreter betonten, dass man, wenn Trump die Ausnahme nicht verlängert, zu Gegenmaßnahmen bereit sei.

Die britische Premierministerin Theresa May zeigte etwas optimistischer:

"Wir haben uns für eine EU-weite Ausnahme eingesetzt, und diese auch bekommen, wenn Präsident Trump diese nun zeitlich begrenzt hat. Heute vormittag haben wir hier darüber gesprochen, wie wir sicherstellen können, dass die Ausnahme permanent wird."

Euronews-Korrespondentin Efi Koutsokosta:

"Die EU-Staats- und Regieurngschefs haben sich hinter ihre Handelskommissarin Cecilia Malmström gestellt, die auf einen Dialog mit den USA setzt. Natürlich wollen alle eine permanente Ausnahme von den Einfuhrzöllen, aber viele sagen auch, dass man sich auf Trump nicht einfach verlassen könne."