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Plastik im Pazifik: Mindestens 79.000 Tonnen schwimmen auf 1,6 Mio. km2

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Plastik im Pazifik: Mindestens 79.000 Tonnen schwimmen auf 1,6 Mio. km2

Graue Riffhaie in einem Schwarm bunter Anthias nahe der Jarvisinsel
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Kelvin Gorospe/NOAA
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Plastikmüll in den Ozeanen ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Wie aus einem Bericht der Zeitschrift Nature hervorgeht, ist einer der größten bekannten Plastikteppiche 4 bis 16 Mal größer, als bisher angenommen.

Im Great Pacific Garbage Patch (GPGP), dem großen paszifischen Müllfleck, zwischen Kalifornien und Hawaii schwimmen nach Berechnung der Forscher zwischen 45 und 129 Tausend Tonnen Plastik auf einer Fläche von 1,6 Mio. km2.

In dem Bericht wird gewarnt, dass die Verschmutzung der Ozeane exponentiell zunimmt.

Wie kam es zu dieser neuen Erkenntnis?

In ihrem Bericht schreiben die Wissenschaftler, die neuen Zahlen kämen durch eine verlässlichere Berechnungsart für größere Plastikteile zustande. Mehr als ein Drittel der Plastikschnipsel, die in dem Teppich im Pazifik treiben, seien größer als 5 cm. Mindestens 46 % des Abfalls seien Fischernetze.

Für das Modell wurden Daten aus Schiffs- und Flugzeugvermessungen verwendet, die die Forscher über vier Monate im Jahr 2016 sammelten.

Zwar seien nur rund 8 % der Gesamtmasse Mikroplastik zuzuschreiben, von den geschätzt rund 1,8 Billionen Teilchen, die in dem Gebiet im Meer treiben, seien es aber 94 %.

Ursachen

Mehr als 320 Millionen Tonnen Plastik wurde in den vergangenen 10 Jahren produziert - mehr denn je zuvor.

Die wichtigste Ursache des in den Weltmeeren treibenden Plastiks ist der weitverbreiteten Verwendung von Plastik beispielsweise als Verpackungsmaterial geschuldet.

Nach kürzester Zeit finden sie ihren Weg in die Müllentsorgung.

Sorgen bereitet Umweltschützern vor allem die häufig im Meer verlorenen oder vergessenen Fischernetze.

Die Karte zeigt den Müllteppich, begrenzt von der schwarzen Linie im Bild.

b) zeigt die Menge an Mikroplastik (0.05–0.5 cm)

c) Mesoplastik (0.5–5 cm)

d) Makroplastik (5–50 cm)

e) Megaplastik (> 50 cm)

Nature
Das GPGP in der Simulation für August 2015Nature