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Trèbes trauert um die Opfer

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Trèbes trauert um die Opfer

Trèbes trauert um die Opfer
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Familienangehörige, Freunde, Einwohner, Stadtvertreter. Hunderte Menschen sind am Sonntag nach Trèbes im Südwesten Frankreichs gekommen, um an einem Sondergottesdienst teilzunehmen. Sie wollten an die Opfer der Geiselnahme in einem Supermarkt am vergangenen Freitag gedenken: Ein Polizeibeamter, der sich für andere opferte, und drei weitere Menschen, die der Angreifer an dem Tag getötet hat.

"Ein gegebenes Leben kann nicht verloren gehen. Es überwindet Härte, um uns zu vereinen. Es fordert uns auf zu glauben, dass das Leben stärker ist als der Tod, in der Hoffnung, von der unsere Brüderlichkeit das Zeichen sein wird", sagte der Bischof von Carcassonne und Narbonne, Alain Planet.

Die Einwohner des Ortes versammelten sich vor der Kirche. Der Schock in der sonst friedlichen kleinen Stadt in der Nähe von Carcassonne sitzt tief.

"Es ist dramatisch, es wird sehr schwer sein, uns davon zu erholen. Jeder von uns hätte in dem Supermarkt sein können, wir kaufen alle dort ein", erklärt eine ältere Frau.

Eine andere erklärt mit Tränen in den Augen: "Wir kennen uns hier alle. Keiner hier wird von dem Vorfall nicht unberührt sein."

Auch Polizisten und Mitglieder der muslimischen Gemeinde der Region sowie die Supermarktleiterin, in dem sich die Geiselnahme ereignete, nahmen an der Messe teil.

Ein Held

Der Beamte Arnaud Beltrame, hatte sich im Supermarkt für eine Geisel eintauschen lassen. In Frankreich wird er als Held gefeiert.

Der 25-jährige Täter schoss auf ihn aus noch unklaren Gründen. Er erlag am Samstag seinen schweren Verletzungen.

Mit einer nationalen Gedenkfeier soll der Gendarm gewürdigt werden, so der französische Präsident Emmanuel Macron.

Der Angreifer wurde von den Spezialeinheiten der Polizei erschossen.