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Berlin verurteilt tödlichen Luftangriff auf Riad

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Berlin verurteilt tödlichen Luftangriff auf Riad

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REUTERS/Faisal Al Nasser
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Die deutsche Bundesregierung hat den Raketenbeschuss aus dem Jemen auf Saudi-Arabien verurteilt. Man brauche jetzt dringend eine politische Lösung des Jemen-Konflikts, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Saudi-Arabien hatte sieben Raketen aus dem Jemen abgefangen. Trümmerteile töteten in der Hauptstadt Riad einen Ägypter, zwei seiner Landsleute wurden verletzt.

Ein Hauseigentümer in Riad schilderte: "Es gab eine starke Explosion und dann flog uns alles um die Ohren. Dank Gott sind wir wohlauf und es gab nur Glasschäden."

Die Raketentrümmer trafen neben Wohngebieten in Riad drei weitere Ortschaften. Der Todesfall in Riad war der erste in der Hauptstadt seit dem Eingreifen Saudi-Arabiens in den Jemen-Konflikt vor genau drei Jahren.

Aus Vergeltung für Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition feuern die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen immer wieder Raketen auf das Nachbarland. Nach dem jüngsten Raketenbeschuss forderte Huthi-Anführer Saleh al-Sammad Saudi-Arabien auf, die Luftangriffe im Jemen zu stoppen.

Der schiitische Iran unterstützt die Aufständischen, die weite Teile des Nordjemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren.

Warnung vor Cholera-Rückkehr

Die Vereinten Nationen warnten anlässlich des dritten Jahrestags des saudischen Eingreifens in den Bürgerkrieg vor einer Rückkehr der Cholera im Jemen. Mit dem bevorstehenden Beginn der Regensaison werde die Krankheit das Land erneut treffen, erklärte das Kinderhilfswerk Unicef. 2017 erkrankten über eine Million Jemeniten an Cholera, darunter zahlreiche KInder. Seit der Eskalation des Bürgerkriegs sind im Jemen laut UNICEF über 5000 Kinder getötet worden.