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China im Handelsstreit mit USA für Gespräche

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China im Handelsstreit mit USA für Gespräche

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Im Handelsstreit mit den USA ruft China zu Vernunft und Pragmatismus auf. Regierungschef Li Keqiang sagte in einer Rede vor Firmenchefs, man solle Streitigkeiten durch Verhandlungen lösen.

Ebenso sagte eine Sprecherin des Außenministeriums, Meinungsverschiedenheiten müssten in gegenseitiger Achtung und zu gegenseitigem Nutzen geregelt werden. Die Tür zu Gesprächen stehe immer offen.

Die USA werfen China zum Beispiel vor, ausländische Firmen in gemeinsamen Unternehmen zur Übergabe ihres technologischen Wissens zu zwingen.

Der chinesische Regierungschef bestritt das in seiner Rede und sagte, chinesische und ausländische Firmen würden gleich behandelt.

China und Europa müssten darauf achten, dass in dem Handelsstreit die Regeln der Welthandelsorganisation eingehalten würden, sagt der namhafte amerikanische Wirtschaftsforscher Jeffrey Sachs.

Es gebe ja weltweite Regeln, die über lange Zeit ausgehandelt und dann vereinbart worden seien. Die USA könnten nicht einseitig gegen diese Regeln handeln.

Die USA beklagen im Handel mit China ein hohes Defizit. Sie verlangen, dass China seinen Überschuss sofort um gut ein Viertel kürzt – dabei geht es um einhundert Milliarden Dollar.

Sie haben Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium verhängt. Davon sind einige Länder, wie Kanada oder auch die ganze EU ausgenommen - aber nur für einige Wochen. Die USA wollen Zugeständnisse für ihre Ausfuhren erreichen.

Das erste Land, dass sich jetzt mit den USA auf Ausnahmen bei den Strafzöllen geeinigt hat, ist Südkorea. Dafür muss das Land aber große Zugeständnisse machen, wie etwa mehr amerikanische Autos ins Land lassen.

Im Gegenzug dürfen südkoreanische Firmen nun pro Jahr 2,68 Millionen Tonnen Stahl ohne diese Strafzölle in die USA liefern - rund siebzig Prozent der Ausfuhren dorthin.