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Neuer Krisenfonds für den Euroraum?

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Neuer Krisenfonds für den Euroraum?

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Der Weltwährungsfonds regt für den Euroraum eine Art Notfonds für Krisen an. In einer Studie ist die Rede von einem „Schlechte-Zeiten-Fonds“.

Dort könnte jedes Euro-Land pro Jahr einen vergleichsweise geringen Beitrag einzahlen.

Die Verfasser der Studie nennen als Beispiel 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; für Deutschland wären das rund elf Milliarden Euro.

Diese Gelder würden in wirtschaftlich guten Zeiten angespart. In schlechten Zeiten könnten aus ihnen zum Beispiel Investitionen bezahlt werden.

Damit könnten Krisen in einzelnen Ländern abgefedert werden, was über die Währungspolitik im gemeinsamen Euroraum nicht möglich sei.

Bei großen Krisen, die alle Euro-Länder beträfen, könnte dieser Fonds zusätzlich noch Kredite aufnehmen.

Ein Sprecher des deutschen Finanzministers Olaf Scholz sagte dazu, man müsse sich erst die Einzelheiten ansehen.

Bisher gibt es für Notlagen im Euroraum schon den Krisenfonds ESM.

Der ESM kann Hilfen bis zu fünfhundert Milliarden Euro vergeben, sein Stammkapital liegt bei gut siebenhundert Milliarden Euro.

Möglich sind Hilfskredite, vorsorgliche Programme sowie Mittel, um Banken zu stärken. Hilfen für Euro-Länder sind an Reformauflagen gebunden.