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Pornostar "Stormy Daniels" schildert angebliche Sex-Affäre mit Trump

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Pornostar "Stormy Daniels" schildert angebliche Sex-Affäre mit Trump

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Die Geschichte verfolgt US-Präsident Donald Trump ähnlich hartnäckig wie die Russland-Affäre: Sein angeblicher Sex- mit Pornostar Stormy Daniels. Konkret geht es um ein Schweigegeld - kurz vor der US-Wahl. Nun schlägt ein Fernseh-Interview („CBS“) hohe Wellen. Pornodarstellerin Stephanie Clifford, alias "Stormy Daniels", beharrt darauf, dass sie 2006 eine Affäre mit Donald Trump hatte - kurz nachdem seine Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte.

Anderson Cooper („CBS“): "Und Sie hatten Sex mit ihm?"
Stephanie Clifford: "Ja."
Cooper: "Wollten Sie Sex mit ihm?"
Clifford: "Nein. Aber ich habe es nicht getan, ich habe nicht nein gesagt. Ich bin kein Opfer, bin ich nicht ..."
Cooper: "Es war völlig einvernehmlich."
Clifford: "Oh ja. Ja."

Dann schilderte die heute 39-Jährige, dass sie wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl 2016 aus Angst Schweigegeld von Trumps persönlichem Anwalt Michael Cohen angenommen habe. Sie wies darauf hin, dass sie im Laufe der Zeit Magazin-Angebote erhalten habe, die ihr weitaus mehr Geld hätten einbringen können als 130.000 Dollar. «Ich habe nicht einmal verhandelt», sagte sie über die von Cohen angebotene Summe. Das allein schon beweise, dass sie aus Angst und nicht Opportunismus oder Geldgier gehandelt habe.

Auf die Frage von Reporter Cooper, warum sie denn überhaupt jetzt alles an die Öffentlichkeit bringen wolle, antwortete sie unter anderem: «Es ist nicht o.k. für mich, als Lügnerin
dargestellt zu werden.» Sie wolle sich verteidigen.

2011 sei im Beisein ihrer kleinen Tochter ein Mann an sie herangetreten - kurz, nachdem sie mit einem Magazin vereinbart gehabt habe, ihre Geschichte zu erzählen.

Clifford: "Ich war auf einem Parkplatz,unterwegs mit meiner kleinen Tochter zu einem Fitnesskurs. Ich nahm vom Rücksitz die Windeltasche, holte all das raus. Da kam ein Kerl auf mich zu und sagte: "Lass Trump in Ruhe. Vergiss die Geschichte." Und dann schaute er meine Tochter an und sagte: "Das ist ein wunderschönes kleines Mädchen. Es wäre eine Schande, wenn seiner Mama etwas zustoßen würde.' Und dann war er weg.”

"VÖLLIG FREIWILLIG SEX"

Die in ihrer Branche über Jahre äußerst erfolgreiche Pornodarstellerin und -regisseurin betonte, dass sie nur einmal Sex mit Trump gehabt habe - und das völlig freiwillig, auch wenn sie sich nicht zu ihm hingezogen gefühlt habe. Trump bestreitet die Affäre. Cohen hat zugegeben, Clifford rund eine
Woche vor der US-Wahl 130.000 Dollar im Gegenzug für ihr Schweigen bezahlt zu haben - aus eigener Tasche und ohne Wissen von Trump, wie er sagt.

Um dieses Schweigegeld geht es in den derzeitigen Schlagzeilen primär und weniger um die angebliche Affäre: Berichte darüber hatte es schon in der Vergangenheit gegeben. Im Vordergrund steht vielmehr die Frage, ob mit der Schweigegeldzahlung Gesetze zur Wahlkampffinanzierung gebrochen wurden - und ob Trump selber dabei eine Rolle spielte.

Öffentlich am Kochen bleibt das Thema, weil Clifford kürzlich vor ein kalifornisches Gericht gezogen ist. Sie argumentiert, dass die Schweigeübereinkunft nie gültig gewesen sei, da Trump persönlich sie nicht unterzeichnet habe. Cohen seinerseits hat ihr mit massiven
Schadensersatzforderungen gedroht - eine Million Dollar für jeden vermeintlichen Vertragsbruch. Zusammen mit Trump will er zudem
erreichen, dass der Rechtsstreit nicht in einem öffentlichen Prozess, sondern in einem Schlichtungsverfahren hinter geschlossenen Türen entschieden wird.

su mit dpa