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Proteste in Katalonien eskalieren - droht ein Generalstreik?

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Proteste in Katalonien eskalieren - droht ein Generalstreik?

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Nach der Festnhame von Carles Puigdemont in Deutschland eskaliert die Situation in Katalonien - es fallen Warnschüsse, angeblich gibt es 30 Verletzte.

Allein in der katalanischen Hauptstadt sollen sich etwa 55.000 Menschen an den Protesten beteiligt haben. Der Protestmarsch führte von der Vertretung der Europäischen Kommission zum deutschen Konsulat in Barcelona.

Die Menschen treibt "eine Mischung aus Wut, Trauer, Angst, Enttäuschung und Schutzlosigkeit angesichts dessen, was in Katalonien passiert - und die Tatsache, dass der Rest des liberalen Spaniens schweigt".

"Ich glaube, die meisten Leute hier neigen zu einem Generalstreik, vielleicht unbefristet. Um der Repression etwas entegegtn zu setzen , kann man nur auf die Straße gehen, das Land lahmlegen, seine Infrastrukturen und Medien übernehmen."

In der separatistischen Bewegung gewinnen die radikaleren Gruppen immer mehr Gewicht, die Gefahr einer gewollten Destabilisierung könnte wachsen.

Gabriel Colomé, ist Professor für Politikwissenschaften an der Universitat Autònoma de Barcelona:

"Wenn die Führung auf den Straßen von den sogenannten Komitees zur Verteidigung der Republik übernommen wird, haben wir ein Problem, sie könnten Katalonien zu einem neue´´n Nordirland machen. Es ist ihnen egal, wenn es keine wirtschaftliche Erholung oder keine Integration mehr gäbe - sie sind gegen Europa, gegen das ganze System".

Seit der Verhaftung von Carles Puigdemont droht eine weitere Eskalation in Katalonien. Eine radikalere Pro- Unabhängkeitsbewegung fordert einen Generalstreik.