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Weltweite Ausweisung russischer Diplomaten

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Weltweite Ausweisung russischer Diplomaten

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In der Affäre um den Giftgasanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal werden weltweit mehr als 100 russische Diplomaten ausgewiesen. Es soll ein Zeichen der Solidarität mit London sein. Experten gehen davon aus, dass Russland mindestens ebenso viele Diplomaten ausweisen wird.

Außer Großbritannien haben 16 weitere der insgesamt 28 EU-Staaten russische Diplomaten des Landes verwiesen. Die Europäische Union ist in der Frage gespalten, die Vereinigten Staaten von Amerika dagegen beziehen eine klare Position. 60 Diplomaten müssen das Land verlassen.

Dazu der Sprecher des Weißen Hauses Raj Shah:

"Die Vergiftung in Großbritannien, die zur heutigen Ankündigung geführt hat, war eine schamlose und rücksichtslose Aktion. Dieser Anschlag gefährdet viele Zivilisten, viele unschuldige Zivilisten. Das ist ein Verhalten, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten nicht akzeptieren können".

Der Streit zwischen den USA und Moskau nimmt weiter an Schärfe zu. Der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen Vassily Nebenzia zeigt sich besorgt: 1

"Das ist ein sehr unglücklicher und sehr unfreundlicher Zug. Der russische Botschafter hat dagegen in Washington Protest eingelegt, als er ins Außenministerium eingeladen wurde".

Sieben Tage haben die russischen Botschaftsangehörigen, die der geheimdienstlichen Tätigkeit verdächtigt werden, Zeit ihre Gastgeberländer zu verlassen. Die Reaktion des Kremls bleibt abzuwarten. Russland könnte mit der Ausweisung zahlreicher Diplomaten reagieren.