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Proteste nach Brand in Sibirien

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Proteste nach Brand in Sibirien

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REUTERS/Marina Lisova
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Tausende Demonstranten haben in der russischen Stadt Kemerowo eine Aufklärung des verheerenden Brandes in einem Einkaufszentrum gefordert.

Es kursieren Berichte von Augenzeugen, dass Feueralarm und Sprenkler bei dem Großbrand nicht funktionierten, Notausgänge versperrt waren.

Die Zahl der Toten wird von offiziellen Stellen auf 64 beziffert, darunter könnten mehr als 40 Kinder sein, berichtet eine russische Nachrichtenagentur.

Ein Vater, der zwei seiner Kinder im Feuer verloren hat, berichtete: "Sie sagen, dass sie 200 Menschen rausgeholt haben. Aber wer sind diese 200? Die sind alleine rausgekommen. Und andere sind im dritten und vierten Stock erstickt - basta!"

Eine Frau aus Kemerowo sagte: "Viele Kinder sind gestorben. Sie sind wegen der Unverantwortlichkeit des Managements gestorben. Ich kam am Sonntag gegen zwanzig nach vier vorbei, als alles angefangen hat zu brennen. Ich konnte das Ausmaß der Tragödie nicht erahnen. Vor allem bin ich schockiert, dass sie die Wahrheit vor uns geheim halten."

Das Feuer war am Sonntagabend in der Kinderabteilung im vierten Stock des Einkaufszentrums ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. Viele in Kemerowo sind überzeugt, dass deutlich mehr Menschen ums Leben kamen, als die Behörden gemeldet haben.