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Judo Grand Prix: Theresa Stoll in Gold

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Judo Grand Prix: Theresa Stoll in Gold

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Der Auftakt des Judo-Grand-Prix in Tiflis war für die Gastgeber wie gemalt. Vazha Margvelashvili gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm - und sollte nicht der einzige Georgier in Gold bleiben. Medaillen gab es auch für Deutschland und die Schweiz.

Margvelashvili, der bei der Weltmeisterschaft im August Bronze holte, kämpfte sich in überzeugender Manier ins Finale und sicherte sich damit die Möglichkeit, den dritten Grand Prix seiner Laufbahn zu gewinnen. Düsseldorf 2017 und Tiflis 2016 hatte er bereits in seiner persönlichen Siegerliste.

Der Goldkampf gegen Daniel Cargnin aus Brasilien sollte eine zähe Angelegenheit werden - erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung, und zwar durch Strafwertungen. Margvelashvili konnte es egal sein.

„Es verschafft mir zusätzlichen Antrieb, wenn ich weiß, dass mein Vater und meine ganze Familie zuschaut. Ich danke all den Menschen, die hergekommen sind, um mich zu unterstützen“, so Margvelashvili.

Und auch der Deutsche Judobund hatte in Tiflis Grund zur Freude: Theresa Stoll gewann Gold bei den Damen bis 57 Kilogramm. Die 22-Jährige vom TSV Großhadern in München stand im Finale der Französin Helene Receveaux gegenüber - und damit der schon mit zahlreichen Medaillen behangenen Favoritin. Doch die deutsche Judoka schaffte die Überraschung. Für einen Ko-soto-gake bekam Stoll einen Waza-Ari und der sollte für den Sieg erreichen.

„Das ist schwierig, denn zu Hause weiß man die Zuschauer hinter sich, Freunde und Familienmitglieder sind dabei. Fern der Heimat kämpft man befreiter, da hat man nicht diesen Druck. Das ist ganz anders, aber auch toll", sagte Stoll.

Für die zweite Goldmedaille des Tages für die Gastgeber sorgte Lukhmi Chkhvimiani. In der Klasse bis 60 Kilogramm bezwang er im Finale seinen Landsmann Amiran Papinashvili in der Verlängerung mit einem sehenswerten Te-waza. Und Georgien räumte bei den Männern bis 60 Kilogramm noch mehr ab: Der komplette Medaillensatz ging an Judoka aus dem Gastgeberland. Überreicht bekamen sie ihr Edelmetall natürlich von einem Landsmann, und zwar von Sportminister Mikheil Giorgadze.

Die Slowenin Marusa Stangar nimmt aus Tiflis den größten Sieg ihrer noch jungen Karriere mit nach Hause. Die 20-Jährige gewann das Finale in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm gegen die Serbin Milica Nikolic per Waza-Ari.

Bei den Damen bis 52 Kilogramm standen sich Evelyne Tschopp aus der Schweiz und die Französin Amandine Buchard gegenüber. Buchard ist so etwas wie die Angstgegnerin der Baselbieterin. Zum fünften Mal traf sie auf die Französin, zum fünften Mal reichte es nicht zum Sieg. Die Weltranglistendritte Buchard unterstrich mit ihrem Triumph von Tiflis ihre Favoritenstellung für die Europameisterschaft Ende April.

Und zu guter Letzt der Wurf des Tages: Lasha Chaduneli zeigte einen spektakulären Hüftwurf. Es war eben der Tag der Georgier beim Grand Prix in Tiflis.