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Judo: Tag 2 des Tbilisi Grand Prix

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Judo: Tag 2 des Tbilisi Grand Prix

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Tag zwei des Tbilisi Grand Prix hat die Französin Clarisse Agbegnenou für sich entschieden. Die amtierende Weltmeisterin präsentierte sich in Topform. Nach einem wunderbaren O-Uchi gari in ihrem ersten Match warf sie die Brasilianerin Pacoalino und hielt sie unten.

Meinung

Wir feiern alle zusammen, nicht nur meine Familie, sondern die ganze Judofamile Georgiens

Lasha Shavdatuashvili Georgischer Judokämpfer

Auch gegen die Polin Karolina Talach war es ein O-Uchi gari, der ihr den achten Grand Prix-Titel ihrer Karriere einbrachte. Diese Beintechnik wurde von ihrer legendären Trainerin Lucie Decosse perfektioniert.

Die strahlende Siegerin Clarisse Agbegnenou erzählte nach dem Kampf: "Alle sagen, dass ich den O-Uchi gari wegen Lucie Decosse gemacht habe. Aber das stimmt nicht. Beim Training in Frankreich werfe ich viel mit O-Uchi und ko O-Uchi gari, weil ich da entspannter bin und viele Sachen machen kann. Aber ich sagte mir, wenn ich damit im Training viel werfen kann, sollte ich diese Technk im Wettkampf einsetzen. Das habe ich probiert, es hat geklappt, und ich freue mich sehr darüber."

Der Mann des Tages war Lasha Shavdatuashvili, georgischer Olympiasieger von 2012. Er kämpfte sich eindrucksvoll ins Finale, etwa mit einem Juji gatame gegen den Schweizer Stum.

Shavdatuashvilis Teamkollege Phridon Gigani trat im Finale gegen ihn an. Shavdatuashvili profitierte von Strafpunkten gegen Gigani, was ihm den Sieg und die Goldmedaille einbrachte.

Danach erzählte er: "Ich war heute hochmotiviert. Noch mehr als sonst, weil meine Familie hier war und mir zugesehen hat. Dass ich hier zuhause antrete, hat mir natürlich auch sehr gut getan. Wir feiern alle zusammen, nicht nur meine Familie, sondern die ganze Judofamile Georgiens."

Erneut Anlass zum Jubeln hatten die georgischen Fans als Mariam Tchanturia die Bronzemedaille in der 70-Kilo-Klasse entgegennahm, Mit nur 17 Jahren ist sie Georgiens jüngste Medaillengewinnerin in der IJF World Judo Tour. Den Moment als sie siegte wird sie nie vergessen.

Für Frankreich gab es in der 70-Kilo-Klasse noch Gold für Marie Eve Gahie.

Georgien holte bei den Männern viermal Gold in vier Gewichtsklassen - der 81 Kilo schwere Tamazi

Die beste Szene des Tages war ein Ura nage-Gegenangriff des Russen Semenov. Judo vom Feinsten.