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Die Judo-Helden von Tiflis

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Gute Nerven

Am dritten und letzten Tag des Judo Grand Prix in Tiflis war er der Held und Publikumsliebling: Der Georgier Guram Tushishvili. Nach einem perfekt ausgeführten O-soto-gari in der ersten Begegnung, bezwang er den Niederländer Jur Spiijkers mit einem Sode-tsuri-komi-goshi Wurf. Die gleiche Technik wandte er auch im Halb-Finale gegen seinen Teamkollegen Levani Matiashvili an - mit Erfolg.

Im Finale traf er auf Javad Mahjoub. Der Iraner übernahm die Führung mit einer Waza-ari Wertung. Matiashvilis Kampfeswille war jedoch ungebrochen. Angefeuert vom Publikum konnte er sich am Ende durchsetzen.

Tushishvili erklärte: "Ich wusste, dass das Finale schwierig werden würde, denn ich kenne meinen Gegner gut. Es ist nicht das erste Mal, dass ich gegen ihn antrete. Er ist sehr, sehr stark. Das machte das Finale so spannend. Und ich muss sagen, dass die Zuschauer mir sehr geholfen haben. Ich möchte den Georgiern danken, die Atmosphäre während des Finales war einfach großartig. Nächstes Mal werde ich mich noch besser vorbereiten und weniger Fehler machen."

Talent

Romane Dicko war ebenfalls in Bestform. In der schwersten Gewichtsklasse der Frauen über 78 Kilogramm bezwang die 18-jährige Französin Maryna Slutskaya aus Weissrussland. Dicko punktete mit einem Maki-komi Wurf und ging wenig später als Siegerin von der Matte. Von ihrem Triumph schien sie ganz überwältigt zu sein: "Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich die Goldmedaille gewonnen habe. Vielleicht Morgen im Hotel. Ich bin sehr glücklich. Wenn mein Vater mich begleitet, fühle ich mich immer besser, denn dann weiß ich, dass da jemand für mich da ist. Das ist wirklich cool."

Und Technik

Mit einem geschickt ausgeführten Osoto-gari sicherte sich Peter Paltchik die Goldmedaille. Für den Israeli war es die dritte Medaille der World-Tour.

Die frühere Weltmeisterin Audrey Tcheumeo gehörte im Limit bis 78 Kilogramm zu den Favoritinnen. Im Finale traf sie auf Anastasiya Turchyn. Die Ukrainerin musste sich angesichts der überragenden Technik der Französin geschlagen geben.

Und der Titel für den schönsten Wurf des Tages ging an den Georgier Onise Saneblidze. Er beeindruckte mit einem schier unmöglichen Ura-nage. Judo auf höchstem Niveau!