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Ost-Ghouta: Deal über letztes Rebellengebiet

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Ost-Ghouta: Deal über letztes Rebellengebiet

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Im letzten Rebellengebiet der umkämpften syrischen Region Ost-Ghouta ist Aktivisten zufolge ein Abkommen über den Abzug von Zivilisten erzielt worden. Die islamistische Miliz Dschaisch
al-Islam und russische Unterhändler hätten sich darauf geeinigt, dass rund rund 1.300 Menschen die Stadt Duma verlassen können, so die privat betriebene Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Großbritannien. Syriens Armee und die Verbündeten hätten gedroht, die Stadt zu stürmen, wenn die Rebellen nicht zustimmen.

Duma ist das letzte Gebiet Ost-Ghoutas, das noch von Regierungsgegnern kontrolliert wird. Über den Abzug der Miliz Dschaisch al-Islam werde weiter verhandelt, so die Menschenrechtsbeobachter. Die ländliche Region Ost-Ghouta nahe der Hauptstadt Damaskus war 2012 von Rebellen eingenommen worden.

In den vergangenen Wochen erlebte Ost-Ghouta
die heftigste Angriffswelle der Regierung seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als sieben Jahren. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter kamen dabei mehr als 1.600 Menschen ums Leben. Große Teile Ost-Ghoutas sind zerstört. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Angriffe auf Ost-Ghouta, an denen auch Russland beteiligt ist, als "Schande".

DUMA

Duma ist das Verwaltungszentrum des gleichnamigen syrischen Distrikts. Duma zählt knapp 118.000 Einwohner (2007) und ist damit die neuntgrößte Stadt Syriens. Sie gehört zur nordöstlichen Agglomeration der Hauptstadt Damaskus, die Zentren der beiden Städte sind etwa 10 Kilometer voneinander entfernt.

su mit dpa