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Tiangong 1: Chinaböller außer Kontrolle

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Tiangong 1: Chinaböller außer Kontrolle

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"Die Wahrscheinlichkeit für ein Individuum, von einem Trümmerteil verletzt zu werden, ist so hoch wie die Möglichkeit, von einem Blitz zweimal in einem Jahr getroffen zu werden," sagte ESA-Experte (Holger Krag). Das chinesische Raumlabor «Tiangong 1» („Himmelspalast“) dürfte in der Nacht zum Ostermontag bis 5 Uhr Mitteleuropäischer Zeit auf die Erdoberfläche treffen - in Einzelteilen. Und an Deutschland vorbei: Das Gebiet, in dem kleine Trümmer herabfallen könnten, sei riesig - es geht um einen erdumspannenden Gürtel von 43 Grad südlich bis 43 Grad nördlich des Äquators. Auf dem 43. Grad nördlicher Breite liegt etwa die südfranzösische Stadt Marseille.

Das Weltraumlabor "Tiangong-1" ist zwölf Meter lang und wiegt rund acht Tonnen. Sie wurde im September 2011 im Weltall ausgesetzt und trudelt seit März 2016 unkontrolliert durchs Weltall. Damals brach der Funkkontakt ab – "Tiangong 1" ließ sich nicht mehr steuern und auch nicht mehr kontrolliert in die Erdatmosphäre manövrieren.

Vor einigen Tagen hatte die chinesische Raumfahrtbehörde beteuert, niemand müsse befürchten, dass die Station "wie in einem Science-

Fiction-Film wild auf die Erde stürzen wird". Vielmehr werde sie sich in einen "prächtigen Sternschnuppenregen verwandeln, der durch den sternenklaren Himmel zur Erde braust".

su mit dpa