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Südafrika trauert um Winnie Mandela

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Südafrika trauert um Winnie Mandela

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Kurz nach dem Tod der "Mutter der Nation" haben sich rund 200 Menschen vor dem Haus von Winnie Madikizela-Mandela in Johannesburg versammelt. Prominente Persönlichkeiten und Politiker wie der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa würdigten die Anti-Apartheids-Aktivistin:

"Winnie Mandela hatte einen großen Einfluss auf den afrikanischen Kontinent. Man wird sich an sie als eine mutige Person erinnern."

Weiterhin sagte er: "Heute haben wir eine Mutter, eine Großmutter, eine Freundin, eine Kameradin, eine Anführerin und eine Ikone verloren."

Winnie war die zweite von Nelson Mandelas drei Ehefrauen und von 1958 bis 1996 mit dem ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas verheiratet. Die Tochter eines Lehrers und ausgebildete Sozialarbeiterin war mehr als vier Jahrzehnte politisch aktiv. Ihre Reputation litt unter Skandalen und Gerichtsverfahren.

Winnie Mandela wird am 14. April mit einem Staatsbegräbnis geehrt, dem am 11. April ein offizieller Gedenkgottesdienst vorausgeht.

Weitere Reaktionen auf den Tod der Freiheitskämpferin

UN-Generalsekretär António Guterres würdigte Mandela als "starke und furchtlose Stimme im Kampf für Gleichberechtigung".

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger und frühere Erzbischof von Kapstadt, Desmond Tutu, lobte Mandela, weil sie sich der in Südafrika über Jahrzehnte staatlich festgelegten und organisierten Trennung zwischen Weißen und Schwarzen konsequent widersetzt habe. "Ihr mutiger Trotz hat mich sehr inspiriert, wie auch Generationen von Aktivisten", erklärte er.

Der ANC-Politiker Mbalula Fikile twitterte, Mandelas Tod sei ein großer Schock. "Sie verkörperte Stärke, Widerstandskraft und eine unendliche Freiheitsliebe. Sie kämpfte einen unerbittlichen Kampf für eine gleichberechtigte und gerechte Gesellschaft. Sie widmete ihr Leben allen Afrikanern. Danke!":