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Bahnstreik in Frankreich

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Bahnstreik in Frankreich

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Streikende Eisenbahner haben erneut weite Teile des Zugverkehrs in Frankreich lahmgelegt.

Zwar beteiligten sich am zweiten Streiktag etwas weniger Beschäftigte an den Protesten gegen die von der Regierung geplante Reform der Staatsbahn SNCF, trotzdem fuhr nur ein kleiner Teil der Fern- und Regionalzüge, so auch in Lyon:

"Es gibt nur einen Bus für ungefähr drei Züge, so gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Auch wenn man eine Monatskarte für die Bahn hat, ist es nicht derselbe Dienst".

Die Eisenbahner-Gewerkschaften wehren sich gegen Pläne für einen Umbau der SNCF und mehr private Konkurrenz. Die Regierung will die Kosten senken.

"Ich unterstütze alle Aktionen, die die Lebensqualität der arbeitenden Menschen und der Arbeitslosen schützen, aber das Personal der SNCF bringt alle anderen arbeitenden Menschen in die Klemme.Warum bieten sie keine kostenlosen Zugfahrten an? Das wäre ein ausgezeichnetes Mittel, um Druck auf die Regierung auszuüben und das würde anderen immer noch erlauben, zur Arbeit zu kommen".

Die Gewerkschaften drohen mit einer Streikwelle bis Ende Juni. Sie wollen immer im Wechsel zwei Tage streiken und drei Tage arbeiten. Dazu Jean-Louis Basset, von der Bahngewerkschaft in Lyon:

"Der Kampf, den wir heute führen, ist auch für die Benutzer der Bahn, weil wir den öffentlichen Dienst, den die SNCF vertritt, verteidigen wollen. Es gibt eine Menge Eisenbahner, die nicht streiken wollten, aber die Regierung attackiert unseren Status. Dies ist ein Angriff auf den öffentlichen Eisenbahndienst als Ganzes".

"Der Streik der Eisenbahner war heute etwas zurückhaltender, aber die Entschlossenheit ist ungebrochen. Sie haben angekündigt, den Entschluss der Regierung mit Hilfe von aufeinanderfolgenden Streiks, verteilt auf drei Monate, zu brechen, wie sie es versprochen haben. Der nächste Streik wird am 8. und 9. April stattfinden".