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Hilfe auf Knopfdruck: Was ist eCall?

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Hilfe auf Knopfdruck: Was ist eCall?

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Da Notfallsystem eCall soll künftig für schnelle Hilfe am Unfallort sorgen. Ein kleiner Knopf auf dem Armaturenbrett könnte Leben retten, wenn es um Sekunden geht. Bei schweren Autounfällen soll über diese Funktion schnell und unkompliziert Hilfe geholt werden können. Verbunden wird der Wagen dadurch mit dem Notruf 112. Zugleich wird der Standort automatisch über eine Satellitenortung übermittelt, sodass die Retter im Fall des Falles rasch zum Unfallort gelangen können.

Und das System teilt den Nothelfern weitere Einzelheiten mit, wie zum Beispiel die Fahrzeugnummer, den Zeitpunkt des Unfalls, den Motorentypen des verunglückten Autos sowie die Anzahl der sich im Wagen befindenden Personen. Werden die Airbags nach einem schweren Unfall ausgelöst, wird automatisch ein Notruf abgesetzt. Über einen Lautsprecher versucht die Notrufzentrale dann zunächst, die Fahrzeuginsassen anzusprechen. Meldet sich dort niemand, wird ein Rettungswagen an die Unglücksstelle geschickt. Ebenfalls genutzt werden kann das System, sollte der Fahrer oder ein weiterer Insasse einen Herzanfall haben oder ein sonstiger medizinischer Notfall auftreten. Allerdings muss der Knopf in einem solchen Fall per Hand bedient werden.

Das Notrufsystem ist europaweit einheitlich und funktioniert überall gleich. Abgeschalten kann man die Funktion nicht. Wechselt ein Wagen den Besitzer, ändert sich nichts, denn das System ist unabhängig vom Fahrer, gespeichert werden sollen die Daten nicht.

In Neuwagen ist dieser kleine Knopf seit Anfang April Pflicht, für Gebrauchtwagen besteht vorerst kein Zwang, das eCall-System nachzurüsten.

Kritiker weisen angesichts der im Falle eines Unfalls verschickten Einzelheiten über Fahrzeug, Standort und Insassen auf mögliche Probleme mit dem Datenschutz hin.