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Eisenbahner-Streik: Tauziehen zwischen Regierung und Gewerkschaften

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Eisenbahner-Streik: Tauziehen zwischen Regierung und Gewerkschaften

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In Frankreich haben zu Wochenbeginn erneut die Beschäftigten der Eisenbahngesellschaft SNCF die Arbeit niedergelegt. Der vierte Streiktag seit Anfang des Monats sorgte für erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr. Zwei Drittel der Regionalzüge fielen aus. Der Generalsekretär der als gemäßigt geltenden Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger, sagt:

„Ich erwarte nicht, dass beide Seiten ihre Muskeln spielen lassen. Der Ministerpräsident sagte am Sonntag, man werde nicht nachgeben. Das ist der übliche Schachzug, der seit Jahren von den Regierungen verwendet wird, um die SNCF zu zerlegen. Unsere Gewerkschaft sagt: Wir müssen verhandeln", so Berger.

Die Regierung argumentiert, die SNCF müsse wirtschaftlicher arbeiten, man habe es mit einem riesigen Schuldenberg zu tun. Die Gewerkschaften wollen dagegen unter anderem verhindern, dass das Schienennetz für private Betreiber geöffnet wird.