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Initiativen zum Internationalen Roma-Tag

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Initiativen zum Internationalen Roma-Tag

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Eine junge Generation von Roma will dem Teufelskreis von Armut und Ausgrenzung widerstehen.

Dutzende von ihnen kamen jetzt zu einem Workshop in Brüssel zusammen zum Internationalen Roma-Tag.

"Gleichheit und d er Kampf gegen die Diskriminierung sind wichtige Anliegen, auf die ich aufmerksam machen will, vor allem in Institutionen wie dem Europäischen Parlament", sagt die Aktivistin Saska Dimic aus Österreich.

"Die Zivilgesellschaft muss wissen, wie das Alltagsleben für Roma aussieht."

Laut dem jüngsten Bericht der Europäischen Agentur für Grundrechte (FRA) sind Roma weiter in der Armutsfalle.

Drei Viertel von ihnen sei arbeitslos, und die Hälfte aller Kinder bekämen keine Schulausbildung.

Roma sind mit sechs Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit in der EU.

Der Streetworker Biser Alekov im belgischen Anderlecht erklärt die Herausforderungen.

"Oft sagen Leute, das Schulproblem sei das grösste, aber oft sehen wir Roma, wie sie mit ihren Wohnwagen alle drei Wochen ihren Standplatz verlassen müssen, weil sie keine permanente Bleibe haben."

Die Roma-Gemeide hält an Traditionen fest, will aber auch Veränderungen. Über diese wird in dieser Woche im Europäischen Parlament debattiert.

Nur vier Abgeordnete stammen von Roma ab, Soraya Post aus Schweden ist eine von ihnen.

"Es ist die Verantwortung der politischen Parteien, der Roma-Gemeinde die Hand auszustrecken und nicht nur dann, wenn Wahlen anstehen."

Ein Anliegen vieler Initiativen: mehr Mittel für das Werben von interkulturellen Aktivitäten in den Medien und auf sozialen Plattformen.

Dafür ist auch , Direktorin des Roma-Netwerks ERGO (European Romani Grassroots Organization).

"Anstatt Geld für die Anpassung von Roma auszugeben, sollten wird lieber in die Offenheit der Menschen investieren, damit unsere Gesellschaften zusammen leben können."