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Unfall: Silo rammt bei Sprengung Bücherei

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Unfall: Silo rammt bei Sprengung Bücherei

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Als am Freitag am Hafen in Vordingborg ein 56-Meter-hohes Silo gesprengt werden sollte, um für ein Hotel und Wohnungen Platz zu machen, kippte das Gebäude in die falsche Richtung und rammte die örtliche Bibliothek. Die Bücherei war zum Glück vorab evakuiert worden.

53 Meter hoch war das ausrangierte Silo auf der dänischen Hauptstadtinsel Seeland. Jeder Zentimeter hätte nach dem Abriss auf das gesicherte Gebiet stürzen sollen. Doch nach der Explosion kippte das Silo auf die andere Seite und krachte über eine Bibliothek und eine Musikschule. Das berichtete die dänische Zeitung BT.

In einem Video sieht man, wie das Unglück seinen Lauf nimmt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Genaue Unfallursache noch unklar

Die Verantwortlichen betonen, dass die Vorbereitungen korrekt verlaufen seien. Die genaue Unfallursache wird noch untersucht.

Nach der Sprengung verstand Sprengmeister Kenneth Wegger die Welt nicht mehr. Man habe alles getan, um gerade dies zu verhindern. Bilder zeigen, dass das Gebäude sich erst in die richtige Richtung bewegte – dann stockte es kurz und fiel in die andere um mit der Spitze auf der Fassade der Bücherei zu landen. Der Sachschaden wird als enorm eingeschätzt, berichtete der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag.

Augenzeuge und Bürgermeister Michael Smed meinte, dass er zwar schockiert sei – aber auch froh darüber, dass keiner verletzt wurde. Das und das Rätsel, wie es zu dem Unfall kommen konnte, bleibt vorerst ungelöst.

Bei Sprengungen sei so etwas immer möglich

Der stellvertretende Vorsitzende des Sprengtechnischen Verbandes Dänemarks, Johan Finsteen Gjødvad, hat Videos der Sprengung eingehend studiert. „Wenn man sich die Vorbereitungen ansieht, dann sollte es in die andere Richtung fallen. Es ist wirklich unglücklich, dass es sich falsch setzt und hintenüber stürzt“, sagt er. Der Sprengleiter scheine alle notwendigen Vorkehrungen getroffen zu haben. Zudem habe das Team alle Personen evakuiert – weil man wisse, dass es immer zu einem Unfall kommen kann.