Eilmeldung

Eilmeldung

Russland und USA streiten über Giftgas in Syrien: Fake News oder Monster?

Sie lesen gerade:

Russland und USA streiten über Giftgas in Syrien: Fake News oder Monster?

Schriftgrösse Aa Aa

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Vorwurf eines Giftgasangriffs auf die syrische Stadt Duma beschäftigt.

Staffan de Mistura, der Syrien-Beauftragte der Vereinten Nationen, sagte, die Berichte über einen möglichen Einsatz chemischer Kampfstoffe seien sehr besorgniserregend. Die Zivilbevölkerung zahle einen hohen Preis, der Weltsicherheitsrat müsse umgehend handeln, um die Bevölkerung zu schützen, so de Mistura.

Der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja betonte, es gebe vor Ort keine Anzeichen dafür, dass chemische Kampfstoffe eingesetzt wurden. Das hätten russische Ermittler in Duma festgestellt. Die Bevölkerung sei befragt worden, sei habe keine Berichte eines Chemiewaffenangriffs gegeben. Zugleich betonte der russische Botschafter, Fachleute der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen sollten so schnell wie möglich ihre Ermittlungen in Duma aufnehmen. Berichte über den mutmaßlichen Angriff, bei dem Aktivisten zufolge am Samstag mehr als 150 Menschen getötet und rund 1000 verletzt wurden, seien "fake news", sagte Nebensja. In der Sitzung des UN-Sicherheitsrats griffen er und seine US-Kollegin Nikki Haley sich am Montag direkt an.

Nikki Haley, UNO-Botschafterin der Vereinigten Staaten, sagte, es werde eine Reaktion der USA geben - unabhängig davon, ob der Weltsicherheitsrat handele oder nicht. Man habe den Punkt erreicht, an dem für Gerechtigkeit gesorgt werden müsse, so Haley. Die US-Regierung macht die syrische Armee für den mutmaßlichen Giftgasangriff in der östlich von Damaskus gelegenen Stadt verantwortlich.

Haley sagte auch: "Wer tut so etwas? Nur ein Monster tut so etwas. Nur ein Monster greift Zivilisten an und stellt sicher, dass keine Rettungswagen vor Ort sind, um deren Verletzungen zu behandeln."