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Portugiesisches Heldenepos im 1. Weltkrieg

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Portugiesisches Heldenepos im 1. Weltkrieg

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Vor rund 100 Jahren begann die Vierte Flandernschlacht um Ypern, einer dieser sinnlosen Schlachten, in dem jede Nation ihre Helden und mehr noch ihre Toten hatte.

Auch Portugal hat seinen Helden in dieser Schlacht, und Mitte April kommt seine Geschichte in die portugiesischen Kinos: Alle seine Kameraden wurden verwundet oder starben, nur er überlebte, kämpfend, ein Mann allein mit seinem Maschinengewehr. Er wurde überrollt, überlebte drei Tage hinter den feindlichen Linien, bis seine Kameraden ihn befreiten.

Die Tragik der Portugiesen lag darin, gar nicht zu wissen, warum sie in Frankreich ihr Leben lassen sollten. Die Moral war entsprechend schlecht, die Truppe wurde unter Befehl der Briten verheizt. Zuletzt hatten 20.000 Portugiesen einen viel zu grossen Frontabschnitt zu verteidigen – sie wurden von 100.000 Mann überrannt, verloren in der Schlacht an der Lys ein Drittel ihrer Soldaten. Aber jede Schlacht findet ihre Helden – hier einen Portugiesen, an dem die Sinnlosigkeit des Krieges erzählt werden kann.