Eilmeldung

Eilmeldung

Facebook-Skandal: Zuckerberg persönlich betroffen

Sie lesen gerade:

Facebook-Skandal: Zuckerberg persönlich betroffen

Schriftgrösse Aa Aa

Der US-Kongress hat die Befragung Mark Zuckerbergs zum Facebook-Datenskandal fortgesetzt. Dabei räumte der 33-Jährige ein, selbst betroffen zu sein. Auch seine Informationen seien an das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica gegangen. Die Senatoren forderten den Facebook-Chef auf, sich um klare Regeln für besseren Datenschutz zu kümmern – nach europäischem Vorbild.

Der Abgeordnete Gene Green fragte Zuckerberg: "Und Sie verpflichten sich heute, dass Facebook den Amerikanern denselben Schutz bieten wird, den die Europäer im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung erhalten werden?"

„Ja“, sagte Zuckerberg. „Wir glauben, dass jeder auf der ganzen Welt Kontrolle über seine Privatsphäre verdient. Wir haben bereits viel dafür getan. Die EU-Richtlinien verlangen von uns, dass wir noch ein bisschen mehr tun, und wir werden sie auf die ganze Welt ausdehnen."

Die neuen europäischen Datenschutzregeln treten im Mai in Kraft. Sie sorgen für mehr Transparenz bei der Weitergabe von Informationen in sozialen Netzwerken. Bei Verstoß drohen Geldstrafen. Eine gute Idee, sagte Zuckerberg vor dem Repräsentantenhaus.

Bei Fragen nach konkreten Konsequenzen aus dem Datenskandal blieb er aber vage. Mitte März war bekannt geworden, dass sich die britische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica Zugang zu Daten von Millionen Facebook-Profilen verschafft und diese ausgewertet hat.