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US-Sanktionen, Syrien-Konflikt: Rubel rollt nach unten

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US-Sanktionen, Syrien-Konflikt: Rubel rollt nach unten

US-Sanktionen, Syrien-Konflikt: Rubel rollt nach unten
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Die wachsenden Spannungen rund um den Syrien-Konflikt und die verschärften US-Sanktionen machen der russischen Währung zu schaffen. Ein Dollar war mit knapp 64,77 Rubel zeitweise so teuer wie zuletzt vor etwa eineinhalb Jahren. Der Euro erreichte mit 80,15 Rubel sogar ein Zwei-Jahres-Hoch. Russland erwägt nach eigenen Angaben als Reaktion auf die jüngsten US-Sanktionen Gegenmaßnahmen für amerikanische Produkte.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew:

"Wir werden mit diesem Druck klarkommen, kein Zweifel. Wir haben das gelernt, und werden es letztendlich umdrehen in einen Vorteil für unsere eigene Wirtschaft, unsere eigene wirtschaftliche Entwicklung."

Zum ersten Mal seit der Krim-Annexion hatten die am 6. April eingeführten neuen Strafmaßnahmen Washingtons einen massiven Crash auf den russischen Aktien- und Devisenmärkten ausgelöst. Die Sanktionen gegen 24 Oligarchen, Spitzenbeamte und 15 Unternehmen haben nach Angaben russischer Medien Anfang der Woche innerhalb weniger Stunden Buchverluste in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht.

Stimmen aus Moskau:

„Ich sehe keine bedeutungsvollen Veränderungen – in der Art: man wacht auf und das Leben ist radikal verändert - das ist nicht passiert“

“Der Kursrückgang stört mich nicht. Das ist normal. Wie auch immer, wir leben in Russland und ich verfolge die Dollar-Ausschläge nicht."

Der Druck auf russische Wertpapiere und Währung stieg auch wegen möglicher weiteren US-Sanktionen, die wegen der Vergiftung des ehemaligen russisch-britischen Doppelagenten Sergej Skripal im Gespräch sind. Duma -Sprecher Wjatscheslaw Wolodin schlug im Gegenzug vor, US-Importe einzuschränken. Medwedew erwog, die bilaterale Zusammenarbeit mit den USA in bestimmten Bereichen zu begrenzen.

su mit dpa, Reuters