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Welche Ziele hatten die Angriffe mit mehr als 100 Missiles in Syrien?

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Welche Ziele hatten die Angriffe mit mehr als 100 Missiles in Syrien?

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U.S. Navy/Mass Communication Specialist 2nd Class Justin Yarborough/Handout via REUTERS
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Das russische Verteidigungsministerium hat erklärt, dass der Luftraum über den beiden russischen Militärstützpunkten in Syrien nicht verletzt worden sei.

Militärexperten hatten im Vorfeld mehrere militärische Einrichtungen als mögliche Ziele von Vergeltungsschlägen der USA gegen die Armee des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ausfindig gemacht.

Militärstützpunkt Al-Schairat bei Homs

Vor einem Jahr hatte Donald Trump den Militärflughafen von Al-Schairat bei Homs mit 59 Tomahawk-Marschflugkörpern bombardieren lassen. Dort werden Vorräte chemischer Waffen vermutet, denn schon 2017 waren die US-Luftschläge eine Vergeltungsaktion für einen Giftgasangriff. Internationale Experten gehen davon aus, dass damals gegen die Bewohner in der Nähe von Idlib das Giftgas Sarin eingesetzt wurde.

Nicht angegriffen wurde offenbar das Forschungszentrum SSRC in der Region Tartus

Israel und die USA machen das syrische Forschungszentrum SSRC (Scientific Studies and Research Center) für die Entwicklung chemischer und biologischer Waffen verantwortlich. Die israelische Luftwaffe hat diese Einrichtung bereits in der Vergangenheit bombardiert. Tel Aviv und Washington gehen davon aus, dass in der Nähe der Stadt Mesyaf am Mittelmeer unter anderem Waffen mit dem Giftgas Sarin weiterentwickelt werden.

Militärflughafen Doumair nordwestlich von Damaskus

Die Sicherheitsexpertin Jennifer Cafarella vom "Institute for the Study of War" hält den Militärflughafen von Doumair - etwa 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt - für eine mögliches Angriffsziel. Denn von dort könnte der Giftgasangriff auf die Stadt Duma lanciert worden sein.

Militärbasis T-4 in der Region Homs

Bei einer Israel zugerechneten Bombardierung wurde am 9. April 2018 die syrische Militärbasis T-4 in der Gegend von Homs teilweise zerstört. Dort sollen syrische und iranische Soldaten stationiert sein.

Tod russischer Militärberater und Soldaten vermeiden

Laut mehreren Sicherheitsexperten sollte vor allem vermieden werden, dass russische Soldaten getötet werden. Ben Connable vom Rand-Zentrum erklärt, dass die Schwierigkeit darin besteht, dass Militärberater aus Russland oft in Einheiten der syrischen Armee integriert sind.

Zudem unterhält Russland zwei Militärstützpunkte in Syrien, diese wurden laut Informationen aus Moskau von den Luftschlägen in der Nacht zum Samstag nicht getroffen. Zuletzt war Wladimir Putin selbst im Dezember 2017 zu Besuch auf der Basis Hmeimim im Norden von Lattakia am Mittelmeer.

Der zweite russische Militärstützpunkt in Syrien ist in der Gegend von Tartus, wo Russland auch einen Hafen am Mittelmeer unterhält. Beide russische Basen sind durch moderne Luftabwehrsysteme gesichert.

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