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Fall Skripal: Vorwürfe an London

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Fall Skripal: Vorwürfe an London

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Die Briten tun alles, um eine transparente Untersuchung des Falls Skripal zu erschweren. Das sagte der russische Botschafter in Großbritannien, Alexander Jakowenko. Der russische Doppelagent Sergej Skripal war vor sechs Wochen zusammen mit seiner Tochter Opfer eines Nervengiftangriffs geworden. Beide überlebten.

Der russische Botschafter erklärte: "Die Untersuchung wird alles andere als transparent durchgeführt. Die Briten verweigern die Zusammenarbeit. Wir haben den Eindruck, sie zerstören absichtlich Indizien. Eine unabhängige und transparente Untersuchung ist daher nicht möglich."

Großbritannien gibt Russland die Schuld an dem Anschlag. Nur die Russen hätten Mittel und Motiv gehabt, schrieb der britische Sicherheitsberater Mark Sedwill in einem Brief an die Nato. Das Schreiben wurde auf einer Website der britischen Regierung veröffentlicht.

In russischen Spezialeinheiten ist laut Sedwill auch das Aufbringen von Nervengiften auf Türgriffen erprobt worden. So soll das Attentat auf die Skripals nämlich ausgeführt worden sein.

Sergej und Julia Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury gefunden worden. Julia Skripal hat das Krankenhaus mittlerweile verlassen.