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Kein Geld für Flüchtlingsheime

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Kein Geld für Flüchtlingsheime

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200 minderjährige Flüchtlinge, die derzeit in griechischen Gästehäusern wohnen, könnten bald auf der Straße landen. Der Grund: Der Unterkunftsgeber ARSIS bekommt seit sechs Monaten keine Mittel mehr von der Regierung. Jetzt droht das Aus für mindestens sieben Flüchtlingsheime.

Dimitra Arvanitaki (Koordinatorin eines Flüchtlingsheims für Minderjährige): "Wir wissen nicht, ob uns der Bäcker noch Brot bringen wird. Unsere Mitarbeiter stoßen an ihre Grenzen. Sie können ihre Miete nicht bezahlen, sie können ihre Rechnungen nicht bezahlen. Wenn das Problem nicht gelöst wird, fürchte ich, dass wir dieses Gästehaus schließen müssen."

Verantwortliches Ministerium weißt Schuld von sich

Das verantwortliche Ministerium für Wirtschaft und Entwicklung sieht die Schuld bei den NGOs: Oft würden nicht alle notwendigen Unterlagen eingereicht werden. Das stimme in ihrem Fall nicht, kontert ARSIS.

Etwa 60.000 Flüchtlinge sitzen in Griechenland fest. Die Europäische Union und die griechische Regierung finanzieren eine Reihe von Maßnahmen um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Bürokratie und mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Behörden könnten jedoch dazu führen, dass solche Unterkünfte geschlossen werden müssen.