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Chemiewaffenermittler in Damaskus eingetroffen

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Chemiewaffenermittler in Damaskus eingetroffen

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In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind Ermittler der „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ eingetroffen. Die Fachleute sollen den mutmaßlichen Einsatz chemischer Kampfstoffe in Duma untersuchen. Duma liegt am nordöstlichen Rand von Damaskus.

In der Nacht zum Samstag hatten US-amerikanische, britische und französische Einheiten Ziele in Syrien beschossen. Für sie steht fest, dass die syrische Armee in Duma Giftgas eingesetzt hat. Syrien sowie Russland bestreiten das und werfen den drei Ländern vor, gegen das Völkerrecht verstoßen, die Souveränität des syrischen Staates verletzt und trotz nicht hinlänglicher Beweise angegriffen zu haben.

Nach Angaben aus Washington, London und Paris wurden bei den Angriffen syrische Militär- und Forschungseinrichtungen bombardiert, um die Herstellung von chemischen Kampfstoffen zu unterbinden.

Das militärische Eingreifen der USA, Großbritanniens und Frankreichs stand in einer Sondersitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen auf der Tagesordnung. Ein russischer Resolutionsentwurf zur Verurteilung der Angriffe wurde mit acht zu drei Stimmen, bei vier Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt.

Unterdessen hat die syrische Armee bekannt gegeben, die Region Ost-Ghuta, zu der auch Duma zählt, eingenommen zu haben.