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Chinas Ingenieure fordern deutsche Wirtschaft heraus

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Deutschland baut und China kauft: Seit Jahren profitieren Unternehmer aus deutschen Landen von diesem Mechanismus, immerhin ist die Volksrepublik der wichtigste Handelspartner. Dem statistischen Bundesamt zufolge betrug die Summe aus Ein- und Ausfuhren zwischen Deutschland und China im vergangenen Jahr rund 187 Milliarden Euro. Doch der Partner wird zunehmend zum Konkurrenten, erläutert Thomas Bauer, der Vorstandsvorsitzende der Bauer Gruppe aus dem oberbayerischen Schrobenhausen.

„Als das chinesische Bauwesen erheblich zulegte, gab es einen unheimlichen Bedarf an Maschinen. Deshalb haben chinesischen Firmen damit begonnen, dieselben Maschinen wie wir zu bauen. (...) Im künftigen Wettbewerb wird es nicht darum gehen, dass China mit Hilfe nachgemachter Maschinen mit uns konkurriert. Das wäre einfach. Wenn sie nur abkupfern würden, wären die Maschinen mindestens fünf Jahre alt, wenn sie auf den Markt kommen. Es ist eine sehr viel größere Herausforderung mit einem Land zu konkurrieren, wo viele Ingenieure arbeiten, die besser sein wollen als wir“, so Bauer.

Bauer hat rund 11.000 Angestellte und ist seit Mitte der neunziger Jahre in China vertreten. Sei man damals noch allein auf weiter Flur gewesen, so Bauer, sei die Konkurrenz mittlerweile sehr viel größer. Nicht nur für die Bauer Gruppe, sondern für weitere deutsche Hersteller, die mit China Handel treiben, stelle der Wirtschaftsplan von Präsident Xi Jinping eine erhebliche Verschärfung des Wettbewerbs dar.