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Hund hebt Pfote zu "Sieg Heil": Schotte muss 800£ zahlen

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Hund hebt Pfote zu "Sieg Heil": Schotte muss 800£ zahlen

Hund hebt Pfote zu "Sieg Heil": Schotte muss 800£ zahlen
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Ein Gericht in Schottland hat einen Mann zu einer Geldstrafe von 800 britischen Pfund (rund 913 Euro) verurteilt, weil er einem Mops unter anderem beigebracht hatte, den Hitlergruß zu zeigen. "Buddha", so der Name des Hundes, reagierte auf Kommandos mit antisemitischen Inhalten. So fragt Mark Meechan den Hund seiner Freundin wiederholt: "Willst du die Juden vergasen?" Der Mops reagiert darauf immer wieder durch Wegdrehen oder Kopfdrehen. In einer Szene ist der Hund zu sehen, wie er andächtig einer Rede Adolf Hitlers vor dem Fernseher lauscht. Das Gesamtwerk stellte der 29-jährige Schotte auf YouTube.

In dem inzwischen gelöschten Video erzählt der Schotte vor der Kamera, wie er den Hund seiner Freundin trainiert hatte. So habe seine Freundin immer wieder erwähnt, wie sü´´ß ihr Hund sei. Davon sei er genervt gewesen; er habe den Hund in das "am wenigsten putzige Ding" verwandeln wollen: einen Nazi.

Das Video war seit April 2016 online und wurde mehr als 3 Millionen Mal angesehen. Vor Gericht argumentierte der Schotte, dass es sich bei dem Training und dem daraus entstandenen Video lediglich um einen Spaß gehandelt habe. Damit habe er seine Freundin ärgern wollen. Das Gericht ließ das nicht gelten und verurteilte den Mann wegen einer "hassmotivierten Straftat". Sein gepostetes Video sei hochgradig "beleidigend, antisemitisch und rassistisch", so Amtsrichter Derek O'Carroll.