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Internationales Filmfestival Teheran

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Internationales Filmfestival Teheran

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Das 36. Internationale Filmfestival in Teheran wurde mit dem "Oscar" nominierten Film "Beyond the Clouds" des iranischen Regisseurs Majid Majidi eröffnet. Der Film handelt von einem Geschwisterpaar, das in den Slums von Mumbai lebt.

Auch Festivaldirektor Reza Mirkarimi ist mehrfach ausgezeichnet und weiß, wie schwierig es ist, unabhängige Filme im Iran zu machen:

"Ich habe die Verantwortung für das Festival nur unter der Voraussetztung unternommen, dass die Behörden keinen Einfluss nehmen. Nur meine Mitarbeiter und ich gestalten das Festival. In den vergangenen Jahren haben wir dank der positiven Einstellung der zuständigen Behörden keine Probleme gehabt. Wir konnten frei arbeiten.

In den vergangenen Jahren standen iranische Regisseure im Rampenlicht, weil sie bei internationalen Festivals prestigeträchtige Preise gewinnen konnten. Andere mussten das Land verlassen. Dazu Filmredakteurin Deborah Young, vom Hollywood Reporter:

Iran ist ein klassisches Beispiel für eine repressive Filmkultur. Die Menschen dürfen nicht genau sagen, was sie denken. Also suchen und finden sie Metaphern und Parabeln um sich auszudrücken. Sie sprechen über Dinge, die sie nicht benennen. Das macht ihre Filme faszinierend".

Das Festival in Teheran feiert auch 120 Jahre nationale Filmgeschichte. Heute wird die Kunst der iranischen Regisseure weltweit verehrt.

"Das Filmfestival ist sicherlich einer der besten Orte, um die erstaunliche Vielfalt des iranischen Films zu entdecken. Doch alle Regisseure, die ich hier getroffen habe, würden sich für die Zukunft mehr künstlerische Freiheit wünschen".