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Französische Bahn: Streiks gehen weiter

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Französische Bahn: Streiks gehen weiter

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Die französischen Eisenbahner setzen ihre Proteststreiks gegen die Reformpläne von Präsident Emmanuel Macron fort. Aber am elften Tag des Streiks scheint sich eine Mehrheit der Franzosen auf die Seite der Regierung zu stellen. Die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF teilte mit, die Hälfte der geplanten TGV-Verbindungen und drei von fünf Regionalzügen würden gestrichen.

Die Reisenden nehmen's gelassen, die Franzosen sind aber laut Umfrage inzwischen zu 53 Prozent auf der Seite der Regierung:

"Die Eisenbahner sind eingebettet in verschiedene soziale Bewegungen. Dementsprechend sind sie sehr vorsichtig, wenn es um die Streikpläne geht, das ermöglicht es den Leuten, vorauszuplanen. Ich habe auch den Eindruck, dass die Leute ihre Autos oder andere Alternativen nehmen, aber sie sind nicht unbedingt in ihren Reiseplänen beeinträchtigt, sie planen mit den verfügbaren Zügen."

Die von der Nationalversammlung, dem französischen Unterhaus, gebilligten Reformen sehen die Einführung eines Wettbewerbs auf der Schiene und allgemein üblicher Arbeitsverträge für künftige Arbeitnehmer des Unternehmens vor. Die Mitarbeiter der SNCF haben eine lebenslange Beschäftigungsgarantie und können je nach Tätigkeit im Alter von 52 oder 57 Jahren in Rente gehen.

Premierminister Edouard Philippe wird am 7. Mai mit Vertretern der Eisenbahngewerkschaft zusammentreffen, hat aber schon angekündigt, dass er keine Kompromisse bei der Haltung der Regierung eingehen wird.

Die Streiks sollen mindestens bis Ende Juni fortgesetzt werden, um gegen die Pläne der Regierung einer Unternehmensreform zu protestieren. Die SNCF hat Schulden in Höhe von mehr als 46 Milliarden Euro. Seit Beginn ihrer Protestkampagne streiken die Mitarbeiter an zwei von fünf Tagen.