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Frankreich und Iran werben für Erhalt des Atomabkommens

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Frankreich und der Iran wollen sich gemeinsam für den Erhalt des internationalen Atomabkommens einsetzen. Das vereinbarten die Präsidenten beider Länder nach Angaben des Élysée-Palastes in einem Telefonat am Sonntagabend.

Der Élysée-Palast teilte ferner mit, Macron wolle das Atomabkommen bewahren, fordere aber gleichzeitig Gespräche über das iranische Raketenprogramm, über eine langfristige Kontrolle der Atom-Aktivitäten sowie über die wichtigsten Krisen der Region des Nahen und Mittleren Ostens.

Weiter hieß es aus dem Élyséepalast, Macron und Hassan Ruhani wollten in den kommenden Wochen auch über die Lage im Jemen und in Syrien sprechen. Eine Eskalation in der Region müsse vermieden werden.

Ruhani schränkte aber grundsätzlich ein: "Das Atomabkommen ist nicht neu verhandelbar, und die iranischen Verpflichtungen werden über diesen Deal nicht hinausgehen". Zugleich meinte Ruhani, der Iran wäre zu separaten Gesprächen über die Lage in Nahost bereit, insbesondere über "die Stabilität und Sicherheit der Region, vor allem über den Kampf gegen den Terrorismus".

US-Präsident Donald Trump betrachtet das internationale Atomabkommen als "schlechten Deal" seines Amtsvorgängers Barack Obama. Laut des neuen US-Außenministers Mike Pompeo soll das Abkommen entweder nachgebessert oder aufgekündigt werden.