Eilmeldung

Eilmeldung

Windrush-Skandal: Opposition fordert Rückkehr zu Unrecht ausgewiesener

Sie lesen gerade:

Windrush-Skandal: Opposition fordert Rückkehr zu Unrecht ausgewiesener

Windrush-Skandal: Opposition fordert Rückkehr zu Unrecht ausgewiesener
Schriftgrösse Aa Aa

Der neue Innenminister Grossbritanniens, der ehemalige Deutsche-Bank-Manager und Euroskeptiker Sajid Javid, hat zum Windrush-Skandal Stellung genommen:

"Meine dringendste Aufgabe ist jetzt, den britischen Bürgern aus der Karibik - der sogenannten Windrush-Generation - zu helfen. Es muss sichergestellt sein, dass sie mit dem Anstand und der Fairness behandelt werden, die sie verdienen. Ich denke, das wollen die Leute jetzt sehen, und das wird meine erste Aufgabe sein"

Großbritanniens Oppositionsführer Jeremy Corbyn begrüßte den Rücktritt der jetzt Ex- Innenmisterin und May Vertrauten Amber Rudd. Den Ursprung dieser verfehlten Politik sieht er allerdings bei der damals verantwortlichen Innenministerin - die hieß damals Theresa May.

Jeremy Corbyn: "Sie führte den Vorsitz bei der Schaffung dieser "unfreundlichen" Regelung, sie ist diejenige, die die Werbetrommel dafür in London und anderswo gerührt hat. Darüber sollte sie ein wenig nachdenken. Sie hat sich jetzt bei der Windrush-Generation entschuldigt. Als Premierministerin muss sie jetzt schnell für Entschädigung und Anerkennung sorgen. Und jeder, der zu Unrecht ausgewiesen wurde, muss sofort auf Staatskosten zurück kehren können."

Mit Rudd verliert May eine weitere Vertraute in der Regierung. Rudd vertrat eine moderate Haltung gegenüber der EU und galt als ausgleichende Kraft in Mays Kabinett. In der EU wächst die Sorge über die britische Einwanderungspolitik nach dem Brexit.

"Wer ist eigentlich die «Windrush»-Generation? Die Geschichte einer sehr englischen Schlamperei." schreibt die NZZ.