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Empörung über Abbas Äußerung zum Holocaust

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Empörung über Abbas Äußerung zum Holocaust

Empörung über Abbas Äußerung zum Holocaust
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REUTERS/Mohamad Torokman
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Nicht nur Israel hat empört auf Aussagen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zur Schuld der Juden am Holocaust reagiert. "Abu Masen (Abbas) wiederholt die verabscheuenswürdigsten antisemitischen Slogans", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "In einem Gipfel von Unwissenheit und Frechheit behauptet er, dass die europäischen Juden nicht verfolgt und ermordet wurden, weil sie Juden waren, sondern weil sie Kredite mit Zinsen vergeben haben."

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu forderte Mahmud Abbas zum Rücktritt auf.

Abbas hat in einer Rede dem jüdischen Volk die Schuld am Holocaust gegeben, an der Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis. Der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden, sondern durch das «"oziale Verhalten" der Juden, wie das Verleihen von Geld, sagte Abbas nach Angaben der Nachrichtenagentur Wafa in Ramallah.

Adolf Hitler habe die Einwanderung von Juden ins historische Palästina durch einen Deal zwischen dem deutschen Wirtschaftsministerium und der Anglo-Palestine Bank unterstützt, sagte Abbas in der Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat. Dadurch hätten Juden bei der Einwanderung all ihr Vermögen durch die Bank mitnehmen können.

"Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, den schlimmen Antisemitismus von Abu Masen zu verurteilen", sagte Netanjahu. Es sei an der Zeit, dass dieser Antisemitismus von der Erdoberfläche verschwinde.

Auch die deutsche Regierung in Berlin hat die Aussagen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisiert. "Wir treten gegen jegliche Relativierung des Holocausts ein", schrieb Außenminister Heiko Maas (SPD) im Kurznachrichtendienst Twitter. Deutschland trage die Verantwortung für das grausamste Verbrechen der Menschheitsgeschichte. "Die Erinnerung daran bleibt uns Mahnung und Auftrag, weltweit jeder Form von Antisemitismus sehr entschlossen zu begegnen."