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Generalstreik legt Armeniens Hauptstadt lahm

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REUTERS/Gleb Garanich
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Nach der Wahlniederlage des Oppositionspolitikers Nikol Paschinjan droht Armenien der totale Stillstand.

Dem Anführer der jüngsten Massenproteste war es am Dienstag nicht gelungen, sich vom Parlament zum neuen Ministerpräsidenten wählen zu lassen.

Nach der Wahlschlappe rief er seine Anhänger auf, auf die Straßen zu gehen und Verkehrswege und Autobahnen zu blockieren. Außerdem sollten Flughäfen und Zugstrecken gesperrt werden.

Paschinjan hatte nach einer mehrstündigen Sitzung im Parlament lediglich 45 der insgesamt 105 Stimmen erhalten. 53 wären nötig gewesen. Laut Verfassung muss das Parlament nun innerhalb einer Woche neu abstimmen. Scheitert auch dieser Durchgang, folgen Neuwahlen.

Paschinjan war der einzige Bewerber für das Amt. Die regierende Republikanischen Partei, die das Parlament dominiert, verweigerte ihm jedoch die Zustimmung. Ohne Stimmen dieser Partei kann kein neuer Regierungschef gewählt werden.

Paschinjan hatte in den vergangenen Wochen Zehntausende Anhänger mobilisiert und den Ministerpräsidenten Sersch Sargsjan zum Rücktritt gezwungen.

Dieses Video stammt aus Eriwan: Dort blockierten Demonstranten am Mittwochmorgen mit ihren Autos eine der Hauptverkehrsadern.