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Künstliche Intelligenz: Ein Roboter in jedem Haus

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Künstliche Intelligenz: Ein Roboter in jedem Haus

Künstliche Intelligenz: Ein Roboter in jedem Haus
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Künstliche Intelligenz, Robotik und große Datenmengen verändern die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten. Business Planet ist in Stockholm, um herauszufinden, welche Geschäftsmöglichkeiten es gibt.

Daniel Gillblad, ein Experte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz, spricht über das Wachstumspotenzial dieser Technologien.

"Tag eins einer langen Reise."

Samer Al Moubayed Furhat Robotics

"Das ist wirklich riesig. Aktuell kann man künstliche Intelligenz zur Automatisierung von Geschäfts-, Produktionsprozessen und zum Aufbau intelligenter Dienste einsetzen. Auf lange Sicht wird diese Technologie viel verändern - sie wird die Art und Weise revolutionieren, wie wir Geschäfte machen."

In der schwedischen Hauptstadt waren wir bei einem Start-up: Furhat Robotics entwickelte eine Mensch-Computer-Interaktion (HCI). Am Frankfurter Flughafen gibt es bereits ein Pilotprojekt. Dort hilft ein Furhat-Roboter Passagieren, sich zurechtzufinden. Aber die Roboterdesigner haben viel größere Pläne:

"Das Branchenpotenzial ist riesig und es gibt noch keinen größeren Akteur, alles ist offen, das ist ein neues Gebiet. Roboter kann man überall einsetzen: zu Hause, in der Schule, in Kliniken, in Einkaufszentren. Wenn wir es schaffen, die Firma gut aufzubauen, können wir extrem groß werden", sagt Samer Al Moubayed, CEO und Mitgründer von Furhat Robotics.

EU fördert KI mit Investitionen

Die EU hat gerade einen Plan vorgestellt, um Investitionen in künstliche Intelligenz zu fördern. Neben der Unterstützung von Unternehmen wie Furhat zielen die Maßnahmen darauf ab, Vertrauen in Technologien zu schaffen, die nicht nur lebensechte Roboter zur neuen Realität machen, sondern auch unsere Arbeitsweise revolutioniert.

Samer Al Moubayed: "Wir können uns Roboter in jedem Haus vorstellen. Das ist nur ein Vorgeschmack darauf, wie unsere Welt in Zukunft aussehen könnte. Tag eins einer langen Reise."

Euronews-Reporter Paul Hackett: "Daniel, bezüglich dieser Technologie gibt es offensichtlich noch Bedenken, vor allem hinsichtlich der Auswirkungen auf Arbeitsplätze. Aber aus rein geschäftlicher Sicht, wie kann sie ein Unternehmen voranbringen?"

Daniel Gillblad: "Sie kann das Produktions- und Lieferkettenmanagement automatisieren und Ihnen helfen, Ihr Unternehmen effizienter zu führen. Sie kann Ihnen helfen, z.B. die Kundeninteraktion durch Helpdesks zu automatisieren, und Robotik kann die Produktentwicklung unterstützen, indem sie Modelle und Systeme durch maschinelles Lernen schneller erstellt."

Inwieweit nutzt mir KI?

Euronews: "Wie kann ich als Unternehmer herausfinden, ob diese Technologie meinem Unternehmen zugutekommt?"

Daniel Gillblad: "Am wichtigsten ist es, herauszufinden, was mit diesen Technologien heute möglich ist und was nicht. Zum Glück gibt es viel Material online, über maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, das man sich ansehen kann."


Künstliche Intelligenz und Robotik in Europa

• Neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Robotik und große Datenmengen verändern unsere Lebens- und Arbeitsweise.

• KI hat das Potenzial, Lösungen für große Herausforderungen wie die Behandlung chronischer Krankheiten oder die Antizipation von Cyber-Sicherheitsbedrohungen zu finden. Das bietet neue Möglichkeiten für innovative Unternehmen.

• Aber diese Chancen werden nicht genutzt: Nur 25 Prozent der Großunternehmen und 10 Prozent der KMU in der EU nutzten 2017 große Datenanalysen. Und nur jedes fünfte Unternehmen war in hohem Maß digitalisiert.

• Ein Unternehmen hat den Sprung gewagt - das schwedische Start-up-Unternehmen Furhat entwickelte eine neuartige Mensch-Computer-Schnittstelle, die auf jahrelanger Forschung und Entwicklung im Bereich der sozialen künstlichen Intelligenz basiert.

• Dieser soziale Roboter kann beim Lernen, in der Therapie oder im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Die Entwicklung brachte dem Unternehmen viele hochrangige wissenschaftliche Auszeichnungen ein, darunter den Christian Benoit Award und den ICMI Outstanding Demo Award.

• Um Menschen und Unternehmen dabei zu helfen, das Beste aus KI zu machen, hat die EU im April 2018 einen Investitionsplan vorgelegt, um Investitionen in die künstliche Intelligenz zu erhöhen, mehr öffentliche Daten zur Verfügung zu stellen, die Entwicklung digitaler Fähigkeiten zu unterstützen und sicherzustellen, dass ein angemessener ethischer und rechtlicher Rahmen vorhanden ist.

Nützliche Links

Europäischer Ansatz für KI

Künstliche Intelligenz

Furhat Robotics

EU gefördertes Projekt mit Furhat Robotics