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Nasa-Sonde "InSight" zum Mars gestartet

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Nasa-Sonde "InSight" zum Mars gestartet

Eine "Atlas"-Rakete der Nasa mit der Mars-Sonde "InSight" an Bord.
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Eine Raumsonde der Nasa ist Richtung Mars gestartet. An Bord einer Atlas-Rakete hob die Sonde namens InSight gegen 7 Uhr Ortszeit vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Vandenberg ab. In sechs Monaten soll sie auf dem roten Planeten ankommen.

Ursprünglich war der Start für 2016 geplant. Wegen eines undichten Forschungsinstruments musste er damals jedoch verschoben werden.

Auf dem Mars soll das Landemodul geologische Erkundungen vornehmen. Unter anderem sollen seine Instrumente fünf Meter unter die Mars-Oberfläche graben und dort die Temperatur messen. Zudem wird versucht, mit Hilfe eines Seismographen Marsbeben aufzuzeichnen.

InSight (kurz für "Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") wird auf dem Mars bei weitem nicht alleine sein. Seit mehr als 50 Jahren nimmt die Nasa den Planeten ins Visier, derzeit rollen unter anderem die Rover Opportunity und Curiosity über den Planeten. Mit Mars2020 steht auch schon der InSight-Nachfolger in den Startlöchern.

Dass eine Landung auf dem Mars trotz aller Erfahrung weiterhin eine hochkomplexe Sache ist, erlebte 2016 die europäische Raumfahrtagentur Esa: Ihre Sonde Schiaparelli stürzte infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug ab.

An der umgerechnet rund 835 Millionen Euro teuren InSight-Mission sind auch Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Staaten beteiligt. Die Weltraumforscher erhoffen sich von der Mission grundlegende Erkenntnisse zum Ursprung des Solarsystems.